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FUSSBALL-KREISPOKAL : Irreguläre Bedingungen in der Verlängerung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Es lief Minute 107 im Fußball-Kreispokal-Halbfinale zwischen dem Osterrönfelder TSV und dem Eckernförder SV, als es OTSV-Trainer Olaf Lehmann nicht mehr in seiner Coaching-Zone hielt. „Mal ehrlich, findest du das hier regulär?“, fragte er den am Spielfeldrand stehenden Olaf Jacobi. Eine Antwort hatte der Spielausschussvorsitzende des Kreisfußballverbandes nicht parat. „Ich bin nicht der Spielleiter“, war Jacobis Reaktion.

Auslöser dieses Dialogs war die eingebrochene Dunkelheit, die die Verlängerung der Partie zu einer irregulären Veranstaltung verkommen ließ. Nach 120 Minuten hieß es schließlich 4:2 für die Gäste aus Eckernförde, die damit am 1. Juni in Jevenstedt gegen den heimischen TuS ihren Titel verteidigen wollen. Ein juristisches Nachspiel des Halbfinals in Osterrönfeld wird es aller Voraussicht nach aber nicht geben. „Das ist natürlich Sache des Vereins und unseres Vorstands, aber ich würde keinen Protest einlegen“, erklärte Olaf Lehmann unmittelbar nach der Partie. Gleichwohl sah auch er in den 30 Zusatzminuten irreguläre Bedingungen. Sein Gegenüber, Stephan Mackeprang vom ESV wollte dem nicht widersprechen, sagte aber auch: „Die Bedingungen waren für beide Mannschaften gleich.“

Schiedsrichter Christopher Heyn (TuS Rotenhof), der eine insgesamt gute Leistung ablieferte, hatte offenbar selber kein gutes Gefühl, als er die Verlängerung um kurz von 21 Uhr anpfiff. Zuvor hatte er die beiden Mannschaftskapitäne zu sich gebeten, um zu erfragen, ob sie möglicherweise gleich zum Elfmeterschießen übergehen wollten. Aber sowohl Osterrönfelds Daniel Jeromin als auch Henning Ströh signalisierten, weiterspielen zu wollen. Und weil Heyn die Partie nicht abbrechen wollte, ging es weiter. „Das ist doch kein Wunschkonzert. Ich dachte, der Schiedsrichter entscheidet über solche Dinge“, wundert sich Lehmann, der bei allem Unmut aber auch erklärt: „Der Sieg für Eckernförde ist verdient. Daran gibt es keine Zweifel.“

Neben dem Unparteiischen aus Rotenhof, dürfte aber auch Jacobi nicht ganz Wohl in seiner Haut gewesen sein, als Jascha Piotraschke durch seinen Treffer in der Nachspielzeit die Verlängerung heraufbeschwor. Noch auf dem Platz forderte Heyn dazu auf, darauf einzuwirken, in Zukunft solche Ansetzungen gar nicht mehr zuzulassen. Die Frage, warum der Verband ein Pokalspiel um diese Jahreszeit erst um 19 Uhr ansetzt, wenn der gastgebende Verein nicht unter Flutlicht spielt, ist eine, die sich Jacobi und seine Kollegen gefallen lassen müssen.

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