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Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 21:45 Uhr

Besuch der Ministerin : Inventur in der Natur

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Finanzministerin Monika Heinold macht auf ihrer Sommertour Halt in Fleckeby . 1,2 Millionen Euro für Biotopkartierung

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 07:08 Uhr

Knapp sechs Wochen bleiben den Mitarbeitern der acht Planungsbüros noch, dann soll die landesweite Kartierung naturnaher Wiesen und Weiden abgeschlossen sein. Rund 74 000 Hektar Grünland werden dann bis zum 1. Oktober detailliert nach Lebensraumtypen und Arten aufgeschlüsselt sein. Eine der gut 30 Mitarbeiter ist die Biologin Dr. Wiebke Sach, die als Kennerin der Schleiregion gemeinsam mit Dr. Silke Lütt und Thomas Welter vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) Schleswig-holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) gestern in Fleckeby über den aktuellen Stand der Kartierung informierte.

Das Land hat 173,5 Millionen Euro für die öffentliche Infrastruktur bereit gestellt. Für die erste Phase der Biotopkartierung rund 1,2 Millionen Euro. „Die Biotopkartierung ist Grundlage für den Ausbau der Infrastruktur“, sagte Heinold. Ob bei der Ausweisung von Ausgleichsflächen oder dem Straßenbau, immer sei als Grundlage für eine verlässliche Infrastruktur-Planung eine Kartierung mit Biotopdaten notwendig, um Informationen über die Flächen zu erhalten, sagte Heinold. „Das vorhandene Material ist rund 30 Jahre alt“, berichtete Thomas Welter, Natur und Artenvielfalt würden sich aber natürlich verändern. Anfragen von Behörden und Ämtern zu Daten zum aktuellen Zustand bestimmter Flächen müssten daher mit viel Aufwand beantwortet werden.

Kartiert werden zum Beispiel gesetzlich geschützte Grünlandtypen sowie arten- und strukturreiches Dauergründland. Mit Kartenmaterial. Bleistift und reichlich Artenkenntnis seien die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen und Monaten unterwegs gewesen, sagte Dr. Silke Lütt. Jede Fläche erhalte einen Code, die den Lebensraumtyp, die Artenvielfalt, Feuchtigkeit oder Trockenheit genauer spezifiziert. Anschließend sollen die Daten digitalisiert werden.

74000 Hektar in fünf Monaten – bei 30 Mitarbeitern eine sportliche Angelegenheit. „Mehr als 20 Hektar müsste jeder der Mitarbeiter pro Tag kartieren“, sagte Silke Lütt. Bei den Temperaturen im Juni und Juli sei das eine physische Herausforderung für viele gewesen. Etliche Kilometer hätten sie am Ende des Arbeitstages hinter sich gebracht, berichtet Wiebke Sach, denn nicht immer seien die Flächen auf direktem Wege erreichbar gewesen. Im Vorfeld mussten zudem Genehmigungen von den Eigentümern eingeholt werden. Gravierende Probleme hätte es da aber nie gegeben, so die Biologin rückblickend.


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