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Gettorfer Konfi-Camp in Plön : Intensives Freizeit-Erlebnis

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Konfi-Camp der Kirchengemeinde Gettorf endet mit einem Tauf- und Abendmahl-Gottesdienst in der Kapelle am Koppelsberg bei Plön

Gettorf | 80 Konfirmanden, 40 junge Teamer, eine Diakonin, drei Pastoren – die kleine Kapelle am Koppelsberg bei Plön war am Abschlussabend des Konfi-Camps der Kirchengemeinde Gettorf, der im Zeichen eines Tauf- und Abendmahl-Gottesdienstes stand, gut gefüllt. Auch die Familien der drei Jugendlichen, die sich taufen ließen, waren gekommen. Silja Brockmann, Benne Großmann und Matz Lütke waren bei den Pfadfindern mit dem christlichen Glauben in Berührung gekommen und wollten sich taufen lassen – ihr eigener Entschluss.

Alle anderen Teilnehmer wurden schon als Kind getauft. Das Konfi-Camp war für sie der Beginn der Konfirmandenzeit und hielt fünf Tage intensives Zusammenleben auf dem Koppelsberg bei Plön, der evangelischen Jugendbildungsstätte der Nordkirche, bereit: Unterricht, Spaß und Sport, Gemeinschaft, neue Freunde kennenlernen. Seit 2009 gibt es für die Konfirmanden der Kirchengemeinde Gettorf diesen besonderen Start in den Konfirmandenunterricht, zum achten Mal hatten Gettorf und die Umlandgemeinden ihr eigenes Camp.

Fast zwei Stunden dauerte der Gottesdienst, bei dem die Orgel schwieg. Ein Flügel, zwei Gitarren, einige Teamer sangen vor - vorwiegend englische Lieder. Vorbereitet hatte den Jugendgottesdienst die Gruppe der Teamer, junge Ehrenamtliche, die die Konfirmanden- und Jugendarbeit der Gemeinde mitgestalten. Pastor Frank Boysen predigte über eine Taufgeschichte aus dem Neuen Testament. „Ausgrenzung ist das Schlimmste“, sagt Boysen, während er die Geschichte darlegte.

Zuvor ging es an drei Unterrichtstagen schwerpunktmäßig um die Liebe zu sich selbst, zum Nächsten und zu Gott. Parallel dazu trafen sich die Teamer zu einer Fortbildungseinheit. Auf dem Programm stand die Erarbeitung eines Stundenentwurfs über Jesus. Der christliche Glaube hat für die Jugendlichen viele unterschiedliche Bedeutungen. „Das kommt ganz auf das Elternhaus an“, erklärte Diakonin Ulla Leuschner.

Sören (13) aus Gettorf gefallen die Spiel- und Freizeitmöglichkeiten im Camp. Einmal ist er Kanu gefahren und zwei Mal hat er Fußball gespielt. Er findet, dass es mehr Freiraum für den Einzelnen gibt als auf einer Klassenfahrt, „wo alles durchgetaktet ist.“ Und noch einen Unterschied machte er aus: Im Konfi-Camp erfahren die Jugendlichen viel über Gott und Jesus. Was den Glauben betrifft, so ist er bis jetzt skeptisch. „Ich glaube, dass Jesus gelebt hat, aber sonst nicht alles.“ Warum er sich konfirmieren lassen will, dazu wollte Sören lieber nichts sagen.

Ganz anders Louisa (13) aus Schinkel: Die Begeisterung über die zurückliegenden Tage kann sie nicht verbergen. „Wir sind als Gemeinschaft noch mehr zusammen gewachsen.“ Ein besonderer Höhepunkt war für sie die Taizé-Andacht. „Die war sehr emotional.“ In den Freizeitgruppen hat sie getanzt und Fußball gespielt, als eines von zwei Mädchen überhaupt. Zu einer christlichen Freizeit würde sie jederzeit wieder mitfahren. Konfirmieren lassen möchte sie sich, weil sie ganz dazu gehören möchte zur christlichen Gemeinschaft.

Louisa (17) aus Gettorf gehört zu den etwa 40 Teamern, die das Konfi-Camp vorbereitet und mitgestaltet haben. Sie war nach ihrer eigenen Konfirmation jedes Jahr als Teamerin mit dabei. Für sie ist es besonders schön, „mitzuerleben, wie Leute anfangen, sich begeistern zu lassen von Gott.“ Aus Erfahrung weiß sie: „Niemand geht, wie er gekommen ist.“



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erstellt am 20.Jul.2017 | 08:00 Uhr

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