zur Navigation springen

Energiekonzept : Intelligent heizen – vernetzt handeln

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Heizung der Alten Schule in Kosel, die zugleich das Feuerwehrhaus, den Bauhof und das Kyffhäuserheim mit Wärme versorgt, muss ersetzt werden.

von
erstellt am 05.Jul.2017 | 06:50 Uhr

Kosel | Die Heizung der Alten Schule in Kosel, die zugleich das Feuerwehrhaus, den Bauhof und das Kyffhäuserheim mit Wärme versorgt, muss ersetzt werden. Diesen Umstand hat die Gemeinde zum Anlass genommen, um mittels eines Energiekonzeptes die Einrichtung eines Fernwärmenetzes zu prüfen und, so das Ziel, möglichst auch zu realisieren. „Das ist ein Marathon“, sagte Ingenieur Peter Bielenberg (Energie Manufaktur Nord), der mit Ingenieur Jörg Wortmann (Wortmann Energie) und Michael Knitter (ipp, ESN Power Engenieering) das Energiekonzept erarbeitet.

Montagabend gaben sie einen Zwischenbericht. Danach zeichnet sich nach Auswertung von 78 Fragebögen, die die Koseler zurücksendeten, ab, dass die Alte Schule als Keimzelle für ein Quartier mit Koseler Hof und dem La-Méziere-Weg in Frage kommen würde, wie Bielenberg berichtete.

Eingeladen waren vor allem die Anlieger der rund 40 Häuser im La-Méziere-Weg. Eine gute Handvoll kamen, nicht sehr viele, aber ein guter Anfang, denn das Thema müsse langsam wachsen.

Besonders interessant für das Vorhaben seien die Anlieger, deren Heizungsanlagen in absehbarer Zeit ersetzt werden müssten. Wenn nicht jeder einen eigenen Heizkessel anschafft und von Öl auf Gas umsteigt, sondern sich einem möglichen genossenschaftlichen Verbund anschlösse, könnte Kosel damit einen gewichtigen Beitrag zum Klimaschutz beitragen, erläuterte Wortmann. Das Vorhaben sei absolut freiwillig, aber es lohne sich, darüber nachzudenken. Kosel ist damit kreisweit bislang Vorreiter, stellte Klimaschutzmanager Dr. Sebastian Krug vom Kreis fest. Es gehe letztlich um die Zukunft in jedem Ort, denn „Klimaschutz ist nicht global, sondern überall zu Hause“, sagte er.

Mit dem Betrieb eines Fernwärmenetzes würden nicht nur Extrakosten von Öl- und Gasheizungsanlagen eingespart, meistens würde auch ein Raum im Haus frei, wo bislang Öltank und Heizkessel stünden, so die Ingenieure. Der Betrieb des zentralen Kessels mit Holz- oder mit Graspellets, die eine Firma im Kreis bereits anbietet, sorge zudem für eine Ablösung der Abhängigkeit von nur wenigen Anbietern von fossilen Brennstoffen, so Wortmann. Sie könnten sich gut vorstellen, dass man mit der Alten Schule und den Nebengebäuden beginne, um dann mit relativ wenig Risiko das Netz Stück für Stück erweitert.

Die Hauptfrage der Anwohner war die nach den Kosten, oder gar Mehrkosten. „Am Ende darf es nicht teuer sein, das wissen wir“, stellte Bielenberg fest. Hohe Kosten verursachten derzeit noch der Bau der Infrastruktur, um die Gebäude anzuschließen. Durch die Möglichkeit für langfristige Tilgungen sei das Ziel der Kostengleichheit gegeben. Nicht vergessen werde dürfe, dass es absehbar sei, dass die Energiekosten für Öl und Gas steigen werden, so Wortmann. Klimaschutzmanager Krug wies auf zahlreiche finanzielle Förderungen zur energetischen Gebäudesanierung hin. Zudem wirkten sich Investitionen in sparsame Gebäude wertsteigernd aus.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen