Standpunkt : Intakter Haufen

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08. August 2016, 06:55 Uhr

Eckernförde | Bei den Sprottentagen haben die Veranstalter erkannt, dass sie die Namensgeberin noch stärker in den Mittelpunkt des Volksfestes stellen müssen. Bei den Piratentagen ist das nicht nötig – die Freibeuter sind sehr präsent, tauchen von Freitagnachmittag bis Sonntagabend überall und nirgends auf, machen ihr Ding, und zwar absolut überzeugend und sehr sympathisch. Manchmal vielleicht zu sympathisch, wenn bei den Kämpfen am Strand mehr fröhliche als grimmige, schmerzverzerrte Gesichter zu sehen sind und hier und da die Wucht fehlt. Aber das Gesamtkonzept stimmt, und die 70 Kornersfjord-Piraten sind ein intakter Haufen, der das piratische Leben nicht nur spielt, sondern im Strandlager förmlich lebt. Die Kinder, die sich trauen, die respektablen Piratenanführer Käpt’n Black und Käpt’n Renate oder deren Mitstreiter anzusprechen, sind in der Regel begeistert, was sie dort erleben. Die Mischung aus gespielter, rauer Schurkerei und den offenherzigen Begegnungen macht dieses Piratenspektakel so sympathisch.

Eine Veranstaltung, die zu Eckernförde als ehemaliges Seeräubernest passt, wie Augenklappe und Enterhaken zu den Piraten.

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