Ausbildung für Sechs Beine : Informationen und Aktivitäten für Mensch und Hund

Joachim Schloots aus Neuwittenbek und Hilke Watermann aus Kiel waren mit Schnauzer Biber erstmals bei den Hundefreunden in Altenholz.
Joachim Schloots aus Neuwittenbek und Hilke Watermann aus Kiel waren mit Schnauzer Biber erstmals bei den Hundefreunden in Altenholz.

Altenholzer Hundefreunde geben Einblick in ihre Arbeit

shz.de von
18. Juni 2014, 06:00 Uhr

Zum zweiten Mal nach 2012 hatten die Altenholzer Hundefreunde zum Tag der offenen Tür auf ihrem Gelände am Vereinsheim in Stift geladen. War es vor zwei Jahren recht voll, lief es in diesem Jahr wohl aufgrund des guten Wetters etwas schleppender, wie Petra Ohle, stellvertretende Vorsitzende, sagte. „Aber“, so Ohle weiter, „dafür sind diejenigen, die kommen, auch wirklich interessiert“.

Viele der Besucher haben vor, sich einen Hund anzuschaffen und wollen sich vorab informieren, was Petra Ohle sehr begrüßt. So war es auch bei Joachim Schloots aus Neuwittenbek, der zusammen mit Hilke Watermann aus Kiel und ihrem neunjährigen Schnauzer Biber nach Stift gekommen war. Joachim Schloots will sich demnächst einen Hovawart anschaffen, der dann in Altenholz die Welpenschule besuchen soll. Und auch Biber wird mit Frauchen wohl wiederkommen. „Ich habe großes Interesse am Hundeführerschein. Einerseits ist es gut für die Hunde, wenn sie sozialisiert werden, anderseits lernen sie dabei Aufgaben, die täglich gefordert werden“, so Hilke Watermann. Petra Ohle betonte, dass das Interesse am Hundeführerschein, der bundesweit gültig ist, sehr groß ist. Denn über kurz oder lang wird er sicher Pflicht. In Hamburg beispielsweise wird er, will man seinen Hund auch frei laufenlassen, bereits verlangt. In Schleswig-Holstein ist er bereits Thema in politischen Ausschüssen.

Für die Besucher gab es neben Informationen auch Vorführungen, in die die Gäste mit ihren Vierbeinern einbezogen wurden. So wurden die verschiedenen Rassen und ihr Ursprung erläutert, es gab Agility-Vorführungen, bei denen die Hunde ihr sportliches Können unter Beweis stellen konnten.

Die Altenholzer Hundefreunde sind zwar ein eingetragener Verein, man muss aber nicht Mitglied werden, wenn man die Einrichtungen – neben dem großen Außengelände gibt es einen überdachten Ausbildungsraum und auch ein Vereinsheim – nutzen möchte. Die Kosten pro Teilnahme belaufen sich dann auf 7 Euro, oder man nimmt gleich eine Zehnerklarte für 60 Euro.

Zweck des 1995 gegründeten Vereins ist neben der Förderung des Tierschutzgedankens hauptsächlich die Ausbildung der Hunde zu verkehrssicheren Familienhunden und die Sozialisierung der Tiere untereinander. Und wenn man erlebt, wie etwa 50 Hunde unterschiedlicher Rassen friedlich nebeneinanderliegen oder miteinander herumtollen und sich nicht einmal von einem nervenden Reporter mit Kamera aus der Ruhe bringen lassen, scheint es mit dem gesteckten Ziel hervorragend zu klappen.

> www.altenholzer-hundefreunde.de


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