zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 16:51 Uhr

Tourismus : Info-Punkte statt Info-Zentrum

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Infozentrum Redderhus öffnet dieses Jahr nicht mehr. Neues Marketingkonzept für die Hüttener Berge vorgestellt

von
erstellt am 27.Feb.2014 | 05:58 Uhr

Groß Wittensee | Die Tourist-Information Redderhus in Holzbunge wird in diesem Jahr seine Türen für Gäste nicht mehr öffnen. Das teilte der Geschäftsführer der Eckernförder Touristik und Marketing GmbH (ETMG) am Dienstagabend auf einer Informationsveranstaltung im Schützenhof mit. Rund 50 Interessierte, darunter vor allem Vermieter und Gastronome wollten daher wissen, wie es nun weitergeht im Naturpark.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises hatte angekündigt, den jährlichen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro für das Infozentrum 2014 auslaufen zu lassen (wir berichteten). Auch die Gemeinde Holzbunge sieht sich nicht in der Lage, die jährlichen Unterhaltungskosten für das Gebäude länger zu tragen. Letztlich seien es aber auch die Besucherzahlen, die die ETMG dazu bewegten, ein neues Marketingkonzept für die Hüttener Berge auszuarbeiten. „Rund 3000 Besucher waren es innerhalb eines Jahres“, berichtete Borgmann. Zum Vergleich: bei der Eckernförder Touristinformation waren es gut 130 000, in dem kleinen Info-Punkt in der Kieler Straße immerhin noch 60 000 Besucher.

Statt dessen sollen Tourist-Info-Punkte eingerichtet werden, an denen sich Besucher informieren können. Hier erhalten die Gäste Kartenmaterial, Infobroschüren und Prospekte. Mit der Globetrotter Lodge auf dem Aschberg und dem Seehotel Töpferhaus stünden bereits zwei Punkte fest. Der Schützenhof oder auch der Kolonistenhof könnten ebenfalls als Anlaufstationen aufgenommen werden.

Als 2000 das Redderhus in Nähe der Autobahn eröffnet wurde, war es das Ziel, Gäste über das Zentrum in die Region zu lotsen. Aufgrund der damaligen Kleinteiligkeit in der Tourismusvermarktung sollte es einen zentralen Anlaufpunkt geben, Werbung konzentriert betrieben werden, erinnerte Amtsvorsteher Gero Neidlinger an die Anfänge im Redderhus. Doch das habe sich längst überholt, wie auch Stefan Borgmann bestätigte: „Der überwiegende Teil der Buchungen erfolgt mittlerweile über das Internet“, sagte der ETMG-Geschäftsführer. Innerhalb der vergangenen drei Jahre verdoppelte sich die Zahl der Buchungen über www.ostseebad-eckernfoerde.de von 305 auf 612 – allein in den Hüttener Berge. Die Zahl der Übernachtungen stieg von knapp 5000 auf 10208.

Vielmehr müsse es darum gehen, die Gäste vor Ort auf Veranstaltungen, Ausflugsziele und Aktionen hinzuweisen. In den vergangenen Jahren hat die ETMG für den Naturpark Themenflyer (Baden, Reiterhöfe, Nordic Walking) sowie eine Broschüre mit 27 Touren durch die Hüttener Berge entworfen. Außerdem wurde als Projekt der Aktiv-Region das Besucherlenkungs- und Informationssystem konzipiert. Schilder wurden aufgestellt und große Begrüßungstafeln, an Ortseingängen errichtet.

Der Hauptausschusses Hüttener Berge wird sich am Montag auf seiner Sitzung in Damendorf mit dem neuen Konzept befassen. Letztlich müsse ein Kooperationsvertrag mit der ETMG geschlossen und Geld bereit gestellt werden. „Die Tourist-Punkte müssen regelmäßig mit Infomaterial bestückt werden“, so Borgmann, dafür sei Personal erforderlich.

Borgmann appellierte an alle Vermieter, online buchbar zu sein. Wichtig seien auch gute Foto der Zimmer, Wohnungen oder Häuser und er empfahl eindringlich: „Lassen sie sich klassifizieren.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen