zur Navigation springen

Weltklasse : In Weihnachtsstimmung mit Harmonic Brass

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Münchner Ensemble stimmt auf ganz besondere Weise auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 07:30 Uhr

Die Konzertkirche Gettorf machte ihrem Namen am Sonnabend wieder einmal alle Ehre: Das Ensemble „Harmonic Brass“ bot ein im wahrsten Sinne des Wortes klassisches Weihnachtskonzert, welches zum Ende hin in Ausflügen ins 20. Jahrhundert mit Jazzeinschlag mündete. Es war bereits das zweite Konzert, welches das Münchner Blechbläserquintett, das auch schon in Südafrika, im ägyptischen Alexandria oder auch in der Carnegie Hall in New York auftrat, in Gettorf gab.

„Es ist einer der Höhepunkte im Programm der Konzertkirche und mein persönlich absoluter Höhepunkt“, sagte Pastor Frank Boysen, der es einmalig findet, wie das Ensemble dem Zuhörer das Gefühl für Advent und Weihnachten musikalisch näherbringt. Mit dem aus Ostpreußen stammenden Kirchenlied „Macht hoch die Tür“ zogen Andreas Binder (Horn), Manfred Häberlein (Tuba), Gergely Lukács (Trompete), Thomas Lux (Posaune) und Hans Zellner (Trompete) aus unterschiedlichen Richtungen durch die Zuschauerreihen zu dem während des Konzerts in unterschiedlichen Farben stimmungsvoll ausgeleuchteten Altar. Bis zur Pause folgten überwiegend Stücke aus der Epoche des Barock wie „Herrscher des Himmels“ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das ebenfalls von Bach stammende „Magnificat D-Dur“, die „Pastorale“ von Arcangelo Corelli oder John Francis Wades „Adeste fideles“, das in der deutschen Version als „Nun freut euch ihr Christen“ bekannt ist. Unterbrochen wurde das durchweg virtuose Spiel der fünf Musiker durch die lockere und humorvolle Moderation, mit der Hornist Andreas Binder durch das Programm führte. Auffällig bei Harmonic Brass, die sich 1991 gründeten und seit 2008 in der jetzigen Besetzung spielen, ist, dass während des gesamten Konzerts nicht ein Notenblatt zu sehen ist.

Nach der Pause gab es bekannte Lieder wie „Kommet ihr Hirten“ und „Es ist ein Ros entsprungen“. Zum Ende hin begaen sich die Musiker mit „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ von Johnny Marks und dem „Sleigh Ride“ von Leroy Anderson aus den 1940er Jahren ins 20. Jahrhundert. Dass das Publikum mit seinen – teils stehenden – Ovationen dafür sorgte, dass das Ensemble eine Zugabe geben musste, war so sicher wie das Amen in der Kirche. Es folgte ein Potpourri, das vom jazzigen „Jingle Bells“ über das wohl Allen bekannte „We wish you a merry Chrismas“ bis hin zu „Stille Nacht“ alles umfasste.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen