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besonderer Gottesdienst : In Osdorf liegt Liebe in der Luft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Valentinstagsgottesdienst in der Vater-Unser-Kirche kam gut an. Kirchenchor, Duo Sonora und Osdorfer Gospelchor überzeugten die Besucher.

Osdorf | Wenn die Kirche rappelvoll ist und der Kirchenchor Liebeslieder singt, rote Kerzen brennen und überall im Altarraum Herzen dekoriert sind, dann kann das nur eines bedeuten: Valentinstag-Gottesdienst! Nach der Eröffnung durch das „Duo Sonora“, bestehend aus Ping und Norbert Deters, die mit einem argentischen Stück für klassische Gitarre und Querflöte die Gemeinde entzückten, eröffnete Pastor Thomas Heik den Gottesdienst, der eher ein musikalisches Event war, die übliche Liturgie suchte man an diesem Abend vergebens.

Alles drehte sich um die Liebe – Lieder, Gedichte, Texte. Pastor Heik erinnerte an die früher üblichen Formen des Kennenlernens, vielleicht beim Tanztee oder in der Disco. „Heute schickt man sich eine Nachricht über Whats App, die dann als erstes nur zwei Buchstaben enthält: Na?“ Der Kirchenchor, der sein Outfit passend zum Anlass mit roten Accessoires aufgepeppt hatte, überraschte die Gemeinde mit dem Comedian-Harmonists-Stück „Du passt so gut zu mir wie Zucker zum Kaffee“, es war deutlich zu spüren, wie viel Freude es dem Chor machte, mal so ganz andere Stücke zu singen. Bei „Can´t help falling in Love“ vom King of Rock´n Roll, Elvis Presley, tupfte die eine oder andere Dame sich ein paar Tränen aus den Augenwinkeln und mit einem rockigen „Marmor, Stein und Eisen bricht“ hatte der Chor die Zuhörer dann endgültig in seinen Bann gezogen. „Das war der Hammer“, stellte Ingrid Feldt aus Schwentinental fest: „So toll gesungen, das war Lebensfreude pur, da sprang der Funke über!“

Nachdem Pastor Heik Verse aus dem Hohelied der Liebe aus dem Alten Testament zitierte und der eine oder andere nicht bibelfeste Besucher sich wunderte: „Was? So etwas steht in der Bibel?“, verzauberten die Schülerinnen Janine Schatzmann am Klavier und Mirjam Wittorf mit Gesang die Gemeinde mit dem Stück „Think of me“ aus dem Musical „Phantom der Oper und „My Heart will go on“ aus dem Kinofilm „Titanic“.

Obwohl niemand mit dem Pastor abgesprochen hatte, von der Kanzel jemandem eine Liebeserklärung zu machen, hatten spontan zwei Damen das Bedürfnis dieses zu tun – so trat die Schwester der Sängerin Mirjam Wittorf ans Mikrofon und erzählte der Schwester, wie lieb sie sie habe – und auch ihr Freund bekam noch eine Liebeserklärung. „Es ist ja nicht nur die Liebe zwischen Mann und Frau, die wir heute feiern“, betonte Pastor Heik, Liebe habe viele Gesichter, da sei die Liebe zwischen Geschwistern, die Liebe zu den Kindern, Freunde, die man liebt – und all diese Liebe käme von Gott. Das Osdorfer Duo Carina und Gerrit Beese besang dann auch die Liebe zum Bruder mit Elton Johns „Daniel“, und im Anschluss sehr bewegend Sarah Connors Lied „Wie schön du bist“. Und dass Liebe auch über den Tod hinausgehen kann, besang das Ehepaar Beese mit Udo Lindenbergs „Hinter dem Horizont geht´s weiter“, und wurde mit viel Applaus bedacht.

Zwischen all den musikalischen Beiträgen brachte Pastor Heik auf seine unnachahmliche Weise Texte zum Thema Liebe zu Gehör – lustig, bewegend, aber auch besinnlich. Nachdem der Osdorfer Gospelchor unter der Leitung von Christiane Etzold „With or without you“ und „You are the light“ vorgetragen hatte, zitierte Heik die nach seinen Worten „schönste Beschreibung für das, was Liebe ist“ aus dem Hohelied der Liebe und schloss mit den bekannten Worten: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen“.

Zum Abschluss trug dann das „Duo Sonora“, verstärkt zum Quintett mit einem Cello, einer Klarinette und einer weiteren Gitarre wieder beschwingte argentinische Musik vor. Damit gaben sie einen Vorgeschmack auf ein Konzert, das am 28. Februar gemeinsam mit diesen Musikern in der Vater-Unser-Kirche stattfinden soll. Martin Christiansen, der aus Damp angereist war, brachte es auf den Punkt: „Eine tolle Veranstaltung, unglaublich, was Osdorf da alles aufgeboten hat – so macht Kirche Spaß. Und einen Kirchenchor, der derartig die Kirche rockt, das wünschen sich viele Gemeinden!“

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