Damendorfs Hingucker : In der Schutzhütte zieht’s

Schmuck ist sie ja, die Schutzhütte, nur Schutz bietet sie bei Wind und Wetter nicht.
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Schmuck ist sie ja, die Schutzhütte, nur Schutz bietet sie bei Wind und Wetter nicht.

Für 2600 Euro muss die Damendorfer Schutzhütte abgedichtet werden / Kritiker fühlen sich bestätigt

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13. Dezember 2016, 06:18 Uhr

Damendorf | Zwei Jahre ist es her, da sorgte die neue Schutzhütte erstmals für reichlich Diskussionsstoff in der Gemeinde Damendorf. Nur mit knapper Mehrheit und viel Überzeugungsarbeit durch Bürgermeister Hans Ulrich konnte das Projekt schließlich realisiert werden. Der örtliche Künstler Uwe Gripp hatte die Konstruktion erdacht und erschaffen. Seit Sommer 2014 steht die Hütte, die sich aus mehreren überdimensionalen Elementen – Buchdeckel, Schwimmring, Ente und Schirm – zusammensetzt, mitten im Dorf. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 20  000 Euro, abzüglich der Zuschüsse und Spenden musste Damendorf etwa 6000 Euro selbst aufbringen.

Auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung war die Hütte erneut Thema. Da sich mittlerweile herausgestellt hatte, dass die Hütte bei Regen und Sturm wenig Schutz bietet, hat die Gemeinde beschlossen, die Seitenwände durch eine Glaskonstruktion zu erweitern. Die Kosten dafür betragen rund 2600 Euro. Für Sören Clausen, der schon damals gegen diese Form der Schutzhütte gestimmt hatte, war dieser Beschluss Wasser auf die Mühlen. „Für 1000 Euro hätten wir eine einfache Schutzhütte haben können“, sagte er und erinnerte daran, dass bereits bei der Beleuchtung finanziell nachgebessert werden musste. Letztlich stimme er aber der Erweiterung und der Investition zu, „der Kinder wegen, die hier Schutz suchen“.

Auch Bürgermeister Hans Ulrich, einst größter Fürsprecher des Kunstwerkes, merkte jetzt an, dass die Konstruktion einer Schutzhütte nicht gerecht wird und dass die Entscheidung darüber heute vielleicht auch anders ausfallen würde. 

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