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Fussball-Verbandsliga Nord-Ost : Immer wieder die alte Leier

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Gettorfer SC verliert knapp mit 2:3 gegen den Rendsburger TSV, bleibt zu Hause sieglos, und ist Tabellenvorletzter.

„Ich bin es wirklich leid immer das selbe erzählen zu müssen“, sagt ein bedienter GSC-Coach Tim Rogge. Seine Verbandsliga-Fußballer hatten gegen das Topteam vom Rendsburger TSV wieder entscheidende Fehler gemacht, die zur knappen 2:3-Niederlage führten. „Nach dem Fortschritt gegen Klausdorf war das hier Stagnation“, sagt Rogge, der kein gutes Spiel seiner Schützlinge zu sehen bekam.

Die Rendsburger wurden vom GSC fast eingeladen das Spiel zu machen. Die Gettorfer blieben zu weit weg vom Mann, verloren mal erkämpfte Bälle postwendend, und wirkten bei Standards unsortiert. So war die Führung der Gäste auch nicht überraschend. Jonas Heider war nach einem Standard per Kopf zur Stelle (24.). „Das war die schlechteste erste Halbzeit unserer bisherigen Saison“, kritisiert Rogge. Das beste an den ersten 45 Minuten war, dass der RTSV – der nun wahrlich auch keinen guten Fußball zeigte – die schwachen Gäste nicht mit weiteren Gegentoren bestrafte. Fast hätte Christian Schössler nach 36 Minuten sogar das 1:1 besorgt, als er nach dem einzigen gefährlichen Spielzug über Boy Bröckler und Daniel Hansen die Hereingabe nur um Zentimeter verpasste.

Nach der Pause kam der GSC deutlich motivierter und engagierter aus der Kabine. Und der RTSV machte den Fehler, dass er die Gastgeber gewähren ließ. Felix Riemann prüfte mit einem Freistoß in der 49. Minute RTSV-Keeper Sören Wiechert, der jedoch zur Ecke klären konnte. Die Rendsburger verloren nun ihrerseits zu schnell die Bälle, und kamen dennoch nach 56 Minuten zu einer Großchance, doch Jan-Ole Bruhns zog aus 15 Metern selber ab, statt seine zwei völlig allein gelassenen Mitspieler Mustafa Korkmaz und Serdzan Redzepovski in der Mitte zu bedienen.

Nach einer Stunde nahm die Partie aber an Fahrt auf. Erst traf Jannik Heider – erneut nach einem Standard – per Kopf zum 0:2, doch nur eine Minute danach, verkürzte Bröckler schon wieder auf 1:2. Der GSC war wieder im Spiel. Mehr noch: Sven-Ole Ratjens schlug wiederum nur eine Zeigerumdrehung später eine perfekte Flanke auf Tobias Gravert, doch der bekam den Ball aus sechs Metern nicht an Wiechert im RTSV-Tor vorbei. „Der Ball muss natürlich rein“, weiß Rogge, dass diese Szene dem Spiel eine komplett andere Richtung hätte geben können. So knipste Jannik Heider auf der Gegenseite in der 67. Minute das 1:3 und brachte den RTSV wieder auf die Siegerstraße. Diese verließ der Favorit auch nach dem 2:3-Anschlusstreffer (79.) nicht mehr, da GSC-Kapitän Tobias Gravert wegen zweier Dummheiten vom Platz flog und so eine weitere Aufholjagd in der Schlussphase zunichte machte. „Wenn man so oft wie wir knapp mit einem Tor verliert, hat das nichts mehr mit Pech zu tun. Nah dran sein an einem Punkt reicht halt nicht“, wird Rogge deutlich.

GSC: Borchert – Ratjens, Wolf, Zimmer, L. Gravert, Barbic (25. Hansen) – Riemann, J.-O. Gravert (46. Weber) – Schössler (69. Broocks), Bröckler – T. Gravert.

RTSV: Wiechert – Ja. Heider, Herzig, Müller, Sievers – Lehmann, S. Redzepovski (80. Hehlert) – Schnepel (46. M. Redzepovski), Jo. Heider, Bruhns – Mu. Korkmaz (68. Rathjen).

SRin: Heidenreich (TSV Dahme) – Z.: 55.

Tore: 0:1 Jo. Heider (24.), 0:2 Ja. Heider (63.), 1:2 Bröckler (64.), 1:3 Ja. Heider (67.), 2:3 Ratjens (79.).

Gelb-Rote Karte: T. Gravert (85., wdh. Meckern).

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erstellt am 30.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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