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Internationaler Pflegetag : Immer ganz nah am Menschen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Pflegekräfte der imland Klinik Eckernförde haben sich gestern beim im Foyer der Öffentlichkeit vorgestellt. In Eckernförde arbeiten 180 Pflegekräfte. Pflegedienstleiterin Rona Marie Gördel hob den besonderen Wert der menschlichen Zuwendung hervor.

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erstellt am 13.Mai.2014 | 06:05 Uhr

Eckernförde | Blau, grün, grau und schwarz prägten das Bild im Foyer der imland Klinik Eckernförde. Die Pflegekräfte haben gestern am Internationalen Tag der Pflege einen kleinen Querschnitt ihrer Einsatzbereiche vorgestellt. Die Premiere im Eckernförder Krankenhaus hat dabei so manchem Besucher die Augen geöffnet, wie vielfältig, anspruchsvoll und erfüllend diese Arbeit ist. Patienten, Angehörige, Mitarbeiter und auch Besucher, die gezielt wegen der Ankündigung gekommen waren, erlebten einen informativen Tag rund um die Arbeit unmittelbar am Patienten, die ein besonders hohes Maß an Einfühlungsvermögen und menschlicher Zuwendung bedarf.

Genau diese Eigenschaften sind es, die Pflegedienstleiterin Rona Marie Gördel auch von den Beschäftigten in der Pflege verlangt. 180 Vollzeitstellen gibt es an der imland Klinik Eckernförde, die mit rund 200 Betten zu den kleineren Häusern zählt. Aber: Die Pflege genießt einen sehr guten Ruf, erzählt die Pflegechefin, die seit zwei Jahren im Amt ist und zuvor für die Qualitätssicherung im Rendsburger Haus zuständig war. „Zeugnisse und Erfahrung sind wichtig. Aber noch wichtiger ist, dass die Pflegekräfte mit Herz bei der Sache sind und immer den Menschen in den Mittelpunkt stellen“, sagt Rona Marie Gördel. In Eckernförde scheint das sehr gut zu funktionieren. „Es macht Spaß, hier zu arbeiten“, sagt die erfahrene Pflegeexpertin, die schon einige Kliniken von innen gesehen hat und an Eckernförde die kollegiale Atmosphäre und das gute Miteinander schätzt. Und das, so Gördel, spürten auch die Patienten. Egal, ob vor, während oder nach der Operation, egal, auf welcher Abteilung. Zur verantwortungsvollen Arbeit der Pflegekräfte gehört auch die Beratung von Patienten und Angehörigen, wie sie ihr Leben nach der Klinik zuhause oder in einer vorübergehenden Pflegeeinrichtungen weiterführen können, wie sie Anträge bei Pflegekassen stellen oder welche Hilfsmittel sie benötigen. Die kürzeren Verweilzeiten in den Kliniken und der Umgang mit eingeschränkter Mobilität stellten die Pflege vor Herausforderungen.

Die imland Kliniken in Eckernförde und Rendsburg profitierten von der Pflegeausbildung im eigenen Haus, bislang gebe es noch genügend Bewerber, man sei bestrebt, die Absolventen zu behalten. Der Pflegebereich biete angesichts der vielfältigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wie auch des dualen Studiums Health Care gute berufliche Perspektiven, sagte Gördel. Davon möchten auch Mary-Lou Kubicki (22) und Lea Behrens (19) profitieren, die sich gerade in der Ausbildung befinden. Lea hat in der imland Klinik ein Freiwilliges Soziales Jahr abgeleistet und Spaß an der Arbeit. In eineinhalb Jahren macht sie ihr Examen – „ich hoffe, dass ich hier bleiben kann“. Bereits im Sommer ist Mary-Lou soweit, sie studiert im Fernstudium in Hamburg Health Care und sieht ihre künftige Arbeit ebenfalls in der Klinik. Beide waren gestern in historische Schwesterntracht geschlüpft – Lea ins grauen Dienstkleid, Mary-Lou ins schwarze Ausgehkleid. Ein Déjà-vu für Schwester Christiane Walther, die die Diensttracht 1974 noch getragen hat.

Die beiden Pflegeschülerinnen sahen auch am Stand von Diabetes-Beraterin Inken Lohmeyer vorbei, die gerade den Blutzuckerspiegel und Blutdruck von Karl Lehne aus Süderbrarup maß, der einen Sportkollegen besuchte und sehr angetan von der Pflegepräsentation war: „Sehr informativ“. Gegenüber hantierten die beiden OP-Pflegerinnen Regina Punke Franke und Nicole Weberbartold am „kleinen Bauchtisch“ mit Schere, Klemme und Nadelhalter. „Wir gehören zur Mannschaft hinter den Kulissen“, sagt Regina Punke Franke. Normalerweise bekommen die Patienten die beiden Damen in Grün nicht zu Gesicht. „Wir freuen uns, wenn wir erfahren, dass es dem Patienten hinterher gut geht“. In jedem Fall erfordern Operationen, die auch mal sechs Stunden dauern können, viel Stehvermögen von allen Beteiligten.

Die beiden Organisatorinnen, Rona Marie Gördel und Julia Ketelsen, zogen ein positives Fazit. Er wäre noch positiver ausgefallen, wenn auch eine der angeschriebenen Schulen eine Klasse entsandt hätte.

 

 

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