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VERHANDLUNGEN AUF HOCHTOUREN : Imland-Seniorenhäuser vor Verkauf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Diakonie Kropp will die Imland-Seniorenhäuser in Eckernförde, Jevenstedt und Nortorf kaufen. Der Vertragsentwurf wird für Ende März anvisiert. Die Gewerkschaft Verdi schaltet sich ein.

In den Verhandlungen ist Bewegung. Käufer und Verkäufer sind zuversichtlich. Dennoch heißt es in Sachen Imland-Seniorenhäuser nach acht Wochen Verhandlungen: „Es gibt noch keine Entscheidung.“ Diese Aussage von Jörn Engler, dem Theologischen Vorstand der Stiftung Diakoniewerk Kropp gegenüber der Eckernförder Zeitung, erläutert Hans-Markus Johannsen im Detail. Der Imland-Geschäftsführer führt zahlreiche aufwändige Prüfungen und komplizierte Verhandlungen für die Absicherung der Beschäftigten als Grund an. „Hier geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, betont Johannsen.

Die Seniorenhäuser in Nortorf, Jevenstedt und Eckernförde wurden im Herbst vergangenen Jahres von einem Gutachten als unwirtschaftlich eingestuft. Ein kostendeckender Betrieb sei unter den gegebenen Voraussetzungen langfristig nicht möglich, hieß es. Der im Dezember ankekündigte Verkauf an die Diakonie (Diakoniewerk Kropp und Diakonie Altholstein) werde von Politik wie Betriebsräten positiv bewertet, so der Imland-Geschäftsführer. Doch es gilt, zahlreiche Interessen zu berücksichtigen. Da sind zum einen die rund 200 Beschäftigten. Sie können entweder beim Kreis angestellt bleiben oder direkt mit Vertragsunterzeichnung beim neuen Arbeitgeber beschäftigt werden.

Der Knackpunkt sei jedoch die Altersversorgung, erläutert Johannsen. Diese ist beim öffentlichen Dienst angesiedelt und laut Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) darf nur ein Teil der Mitarbeiter „übergeben“ und dann durch die Diakonie abgesichert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die VBL gerade ihre Satzung ändert, so der Imland-Chef und die neuen Bestimmungen erst einmal abgewartet werden müssen. Hier kommt dann auch die Gewerkschaft Verdi ins Spiel, die natürlich verhindern möchte, dass die Beschäftigten finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Es gibt aber noch weitere Punkte zu klären. Die drei Häuser und die drei Grundstücke gehören dem Kreis Rendsburg-Eckernförde und sind damit öffentliches Eigentum. Erst muss ihr Wert ermittelt werden, dann werden Preis und Angebot dem Kreistag vorgestellt und dieser entscheidet schließlich. „Unser Ziel ist es, noch im März einen Vertragsentwurf vorzulegen, der für Kreis, Imland und Diakonie tragbar ist“, sagt Hans-Markus Johannsen – und auch für die Gewerkschaft. Aber das werde wohl erst nach der Osterpause der Falll sein. Als positiv wertet er es, dass alle Beteiligten positiv gestimmt sind und in den Seniorenhäusern daher keine Unruhe herrsche.

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erstellt am 05.Mär.2016 | 06:06 Uhr

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