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Neues Gelenkzentrum in Eckernförde : Imland-Klinik wird zur Komfortzone

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Heute wird das neue Gelenkzentrum mit über 40 Betten in 19 komfortablen Zimmern eröffnet. Die Imland GmbH investiert 4,6 Millionen Euro am Standort Eckernförde. 25 neue Arbeitsplätze sind entstanden.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2015 | 16:31 Uhr

Eckernförde | Hier fehlt noch Farbe, dort müssen noch Schrauben angezogen und Pflastersteine geschnitten werden, und der Reinigungsdienst leistet Schwerstarbeit, wie übrigens seit Wochen. Wie auf Großbaustellen üblich, sind die Handwerker und Reinigungskräfte bis zur letzten Minute vor der Inbetriebnahme im Einsatz, um das Gebäude pünktlich und picobello zu übergeben. Das ist auch beim neuen Gelenkzentrum an der Imland-Klinik Eckernförde der Fall, das heute nach neunmonatiger Bauzeit unter der Leitung des Architekten Uwe Mumm aus Bergenhusen offiziell eröffnet wird. Am Freitag, 13. Februar, können alle interessierten Bürger das Gelenkzentrum von 14 bis 17 Uhr beim Tag der offenen Tür besichtigen.

Geschäftsführer Martin Wilde und Chefarzt Dr. Steffen Oehme erwarten heute 80 geladene Gäste und dürften durchaus gespannt sein auf deren Reaktionen. Denn was sie zu sehen bekommen, ist alles andere als Durchschnitt. Das Gelenkzentrum im gerade fertiggestellten Neubau mit Anbindung an das Stammgebäude bietet den Knie-, Hüft- und Schulterpatienten eine medizinische und pflegerische Versorgung auf hohem Niveau. Sobald die neuen Gelenke implantiert sind, beginnt die durchschnittlich zehntägige stationäre Behandlung der Patienten mit eng getakteter Physiotherapie. Die 19 Zimmer sind großzügig dimensioniert und im skandinavischen Stil mit viel Licht, hellem Holz und praktischem Stauraum ausgestattet. Telefon, Fernseher und W-Lan gehören ebenso zum Standard wie die geräumigen, hellen und barrierefreien Badezimmer mit ebenerdiger Dusche. Das Raumkonzept ist variabel, die 19 Zimmer können je nach Belegung mit über 40 Betten bestückt werden, wobei Drei-Bett-Zimmer die Obergrenze darstellen. Selbst dann bleibt zwischen den Betten genügend Platz, um auf Gehhilfen den Weg zum Bad oder zur Anwendung anzutreten. Gut die Hälfte der Betten sind Wahlleistungsbetten, die nur gegen Zuzahlung zu haben sind. „Das entspricht dem Wunsch vieler Patienten“, sagt die stellvertretende Pflegedirektorin Jill Bachmann. Es sei immer schwierig gewesen, derartige Wünsche nicht erfüllen zu können. Das wird sich ab heute ändern.

Und dann gibt es noch die vier Komfortzimmer, die eher dem Charakter eines Vier- bis Fünf-Sterne Hotels denn eines Krankenzimmers entsprechen: Ledersessel, Sitzecke, Großbildschirm, dunkles Parkett, sehr großes Bad und Blick aufs Noor. Ein Wahlleistungsangebot, für das die Patienten beziehungsweise deren Kassen noch etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Wie tief, wird noch zwischen der Klinik und den Kostenträgern verhandelt. Aber ein Angebot, das trotz höherer KOsten von immer mehr Patienten nachgefragt werde, wie Jill Bachmann unterstrich. Die stellvertretende Pflegedirektorin ist gemeinsam mit dem Technischen Leiter Stephan Herbel mit der Projektleitung für den zukunftsweisenden Neubau betraut worden.

Dass die Investition in Höhe von 4,6 Millionen Euro, die die Imland-Klinik aus Eigenmitteln geleistet hat, angesichts des demografischen Wandelns mit älter werdenden Patienten, die auf Gelenkersatz angewiesen sind, zukunftsträchtig ist, bezweifelt im Krankenhausmanagement niemand. Die Nachfrage dürfte weiter steigende Tendenz aufweisen. Und so rechnen Geschäftsführer Martin Wilde und Chefarzt Dr. Steffen Oehme mit einer spürbaren Steigerung der Operationszahlen von derzeit über 600 auf vielleicht 1000 in den nächsten Jahren. Genügend Anfragen gibt es jedenfalls. Durch die über 40 neuen Betten verkürzt sich die Wartezeit der Patienten von derzeit acht bis zehn auf vier bis sechs Wochen. Oehme rechnet innerhalb von nur einer Woche nach der Eröffnung mit einer Vollbelegung des Gelenkzentrums. Am OP-Tisch stehen neben ihm noch drei Oberärzte, begleitet von acht Assistenzärzten sowie den OP-Schwestern. Insgesamt sind in der Imland-Klinik Eckernförde durch das neue Gelenkzentrum 25 neue Arbeitsplätze entstanden. Im Untergeschoss befindet sich auch die neue Cafeteria. Die Flure des Neubaus wurden durch die Imland-Mitarbeiter Wolfgang Schütt und Kerstin Behrens fotografisch und künstlerisch veredelt.

Für den scheidenden Geschäftsführer Martin Wilde, der das Haus im Mai in Richtung seiner Heimatstadt Flensburg verlassen wird, ist die Investition von 4,6 Millionen Euro ein „klares Signal für den Standort Eckernförde“, an dem die Imland-Klinik Rendsburg-Eckernförde die Endoprothetik konzentriert und mit einem eigenen Chefarzt bestückt.

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