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Imland-Klinik: Pädiatrische Versorgung weiterhin gewährleistet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 14.Sep.2017 | 09:48 Uhr

Trotz Schließung der pädiatrischen Belegklinik sind nach Angaben der Imland-Klinik in den ersten acht Monaten dieses Jahres 553 Kinder und Jugendliche in Eckernförde stationär versorgt und 1804 ambulante Behandlungen durchgeführt worden. „Im ambulanten Bereich liegen wir damit exakt auf Vorjahresniveau. In der stationären Versorgung hingegen fehlen rund 160 Behandlungen, die im letzten Jahr noch durch die pädiatrischen Belegärzte erbracht wurden“, stellt der Geschäftsführer der Imland-Kliniken, Dr. Hans-Markus Johannsen fest.

Auch wenn die pädiatrische Belegabteilung geschlossen ist, gehe die Behandlung von Kindern und Jugendlichen in den übrigen Abteilungen weiter. Dort seien von Januar bis August 141 Kinder stationär versorgt worden (Vorjahr 137). In der Geburtshilfe würden die Neugeborenen seit Jahresbeginn durch einen kinderärztlichen Konsildienst (fachärztliche Beratung, die Red.) betreut. Von den 410 Neugeborenen, die bis Ende August in Eckernförde auf die Welt gekommen sind, hätten in diesem Jahr fünf Patienten in Kinderkliniken weiterverlegt werden müssen, so Johannsen. Im Vergleichszeitraum 2016 seien es sechs Neugeborene gewesen. Die Geburtenzahlen lägen nach dem Übergang zu einer Hauptabteilung mit 50 Neugeborenen pro Monat „auf einem erfreulich hohen Niveau“. Der Rückgang um 168 Geburten im Vergleich zum Vorjahr sei wesentlich auf die strikte Beachtung der Richtlinien im Hinblick auf Risikogeburten zurückzuführen.

Die Schließung der pädiatrischen Belegabteilung habe nicht zu einem Rückgang bei der ambulanten Behandlung von Kindern geführt. So seien in den chirurgischen Abteilungen bis Ende August 1161 Patienten behandelt worden – genau so viel wie im Vorjahr. In der Inneren Medizin seien im gleichen Zeitraum 178 und im Bereich von Schul- und Sportunfällen 441 ambulante Behandlungen durchgeführt worden. „Diese Zahlen zeigen, dass die Imland Klinik Eckernförde auch ohne pädiatrische Belegabteilung in erheblicher Weise an der ärztlichen Versorgung von Kindern teilnimmt“, so Aufsichtsratsvorsitzender Thorsten Schulz. „Gleichwohl ist die Schließung der pädiatrischen Belegklinik ein Verlust, der leider nicht zu verhindern war, da nicht mehr genügend niedergelassene Kinderärzte für die Fortführung dieser Abteilung zur Verfügung stehen“, so Geschäftsführer Johannsen.

Nicht mehr möglich sei die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen zur stationären Behandlung durch Kinderärzte. Bislang seien dies jährlich 150 bis 200 Patienten mit leichteren Erkrankungen und einer Verweildauer von im Schnitt etwas über einen Tag gewesen – im Jahresschnitt sei dies eine Belegung von einem Bett.

In der Betreuung von Neugeborenen sei durch den Konsildienst ein Ausgleich geschaffen worden. „Durch die tägliche kinderärztliche Visite sowie die Unterstützung bei Kaiserschnittentbindungen und auftretenden Problemen helfen wir unseren Kollegen in der Eckernförder Geburtshilfe“, so Dr. Malte Lange, Chefarzt der Rendsburger Pädiatrie.

Bei leichteren akuten Problemen sei der kassenärztliche Notdienst zuständig. Bei unerwartet auftretenden Komplikationen wie plötzlicher Atemnot oder Krampfanfällen rät der stellv. Ärztliche Direktor, Dr. Andreas Kirchmann, den Eltern, gleich den Rettungsdienst unter Telefon 112 zu rufen. Um Eckernförde stünden vier Kinderkliniken zur Verfügung. Dr. Lange verwies auf das gute fachärztliches Versorgungsangebot im Kreis rund um die Uhr. Wesentlich sei, die vorhandenen ambulanten und stationären Strukturen richtig zu nutzen.

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