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Kanaltunnel – Wie geht’s weiter ? : Im Tunnel soll rund um die Uhr gebaut werden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bundesministerium kündigt Drei-Schicht-Betrieb für Weströhre an / Kosten zweitrangig

Das Bundesverkehrsministerium und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) wollen alles daran setzen, dass sich die Sanierung des Kanaltunnels nicht weiter verzögert. Das ist die wichtigste Botschaft von Ministerialdirektor Reinhard Klingen aus Berlin, der im Regionalentwicklungsausschuss des Kreises zu Gast war. Dazu wollen die Behörden erreichen, dass an der Weströhre an sechs Tagen in der Woche rund um die Uhr gebaut wird.

An der Oströhre sind die Bauarbeiter laut Claudia Thoma von der WSV bislang lediglich im Zwei-Schicht-Betrieb im Einsatz. Für die Sanierung an der Weströhre im kommenden Jahr wird jedoch der Drei-Schicht-Betrieb angestrebt. Das bedeutet dem Präsidenten der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Dr. Hans-Heinrich Witte, zufolge: Drei Schichten à acht Stunden an sechs Tagen in der Woche. Witte stand in dieser Woche mit Klingen aus der Abteilung Wasserstraßen des Bundesverkehrsministeriums im Ausschuss Rede und Antwort. „Soweit es technisch möglich ist, werden wir den Drei-Schicht-Betrieb beauftragen“, sagte Klingen. In manchen Fällen sei der Zwei-Schicht-Betrieb zwar günstiger, was zur Folge haben könnte, dass der Rechnungsprüfungsausschuss interveniere. Aber: „Sie können sicher sein, dass wir auf allzu kleinliche wirtschaftliche Bedenken verzichten“, sagte er zu den Kreis-Politikern. „Am Geld soll es nicht scheitern“, machte er deutlich. Für Infrastruktur stehen dem Ministerialdirektor zufolge genügend Mittel zur Verfügung. Auch Planungskapazitäten seien in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ausreichend vorhanden.

Klingen sprach auch die Baupause mit Öffnung beider Röhren ab März des kommenden Jahres an. „Wenn es geht, wollen wir darauf verzichten.“ Das hänge davon ab, ob bis zur Freigabe der Oströhre für den Verkehr im Februar ein verbindlicher Bauzeitenplan mit der Baufirma abgestimmt werden kann. „Die Chancen dazu stehen 50 zu 50“, sagte Klingen. Das liegt laut Hans-Heinrich Witte daran, dass die WSV und das Bauunternehmen „nachhaltig unterschiedlicher Auffassung sind, wie lange an der zweiten Röhre gebaut werden muss“. Wenn der Plan bis Februar vorliege, werde mit den Arbeiten an der Weströhre ohne Übergang begonnen. Gelinge das nicht, kommt es zu einer Baupause von voraussichtlich drei Monaten, in denen der Verkehr durch beide Röhren fließen kann. Klingen sagte gestern zu, erneut in Rendsburg zu berichten, sobald der Bauzeitenplan vorliegt. Das begrüßte Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer ausdrücklich.

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erstellt am 20.Nov.2015 | 18:00 Uhr

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