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Halloween im Tierpark : Im Tierpark sind die Monster los

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Helloween-Veranstaltung im Gettorfer Tierpark / 1000 große und kleine Besucher gruseln sich bei der „Runen-Rallye“ und lebenden Mehlwürmern

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Hexen, Gespenster und gruselige Gestalten bestimmten das Bild. Passend zum Anlass kamen die meisten kleinen, aber auch einige große Besucher verkleidet in den Gettorfer Tierpark. Bereits zum 4. Mal wurde dort Halloween gefeiert – und es standen nicht nur die Vierbeiner im Mittelpunkt des Interesses.

Kürbisse wurden zu schaurigen Laternen am Wegesrand umfunktioniert, Skelette machten es sich auf den Grünflächen gemütlich, ein Gorilla streifte über die Pfade und vieles andere Ungewöhnliche gab es zu entdecken. Während das Schnitzen der Kürbisse und der Besuch des Terrarienkreises Kiel, der einen Tigerpython, Bartagame und eine Rotknievogelspinne zum Anfassen dabei hatte, schon fast zur Tradition gehört, konnten die Besucher erstmals an der „Runen-Rallye“ teilnehmen. An sechs Stationen galt es, Runen zu erkämpfen. Teils wurden sie von krabbelnden Kakerlaken bewacht, versteckten sich zwischen quirligen Mehlwürmern, schwammen in einem Topf voller Drachenschleim oder wurden von Geistern verteidigt. „Das ist einmal etwas anderes und sehr gut gemacht“, lobt Melanie Lausen aus Güby. Auch Sverre (3), verkleidet und geschminkt als kleiner Drache, war begeistert – sehr zum Erstaunen seiner Mutter. „Er war ganz schön mutig und hat sehr gut mitgemacht. Es war genau richtig für die Altersklasse, die diesen Zoo besucht. Nicht zu gruselig aber auch nicht 08/15.“

Auch die Speisen waren an diesem Tag außergewöhnlich. So gab es die Möglichkeit, kostenlos frittierte Mehlwürmer, Grillen und Heuschrecken zu probieren. „Ich habe einen Wurm gegessen, kann aber gar nicht genau sagen, wie er geschmeckt hat. Jedenfalls nicht nach mehr.“ Auch Thies Möller ließ es sich nicht nehmen, einmal zu probieren: „Ich habe schon alles mögliche gegessen, aber Grillen noch nicht. Die sollen gut schmecken.“ So wartete der Felder, der als Fernsehkoch häufig auf den Bildschirmen zu sehen war, geduldig, bis das Insekt im heißen Fett den gewünschten Zustand erreicht hatte. Kurz in Sojasoße getunkt und abgebissen – „Sehr gut, wirklich. Ganz zart und würzig. Ähnlich wie Krupuk, Krabbenbrot.“

Gegen 17 Uhr, wenn der Park selbst im Sommer normalerweise schon seine Tore schließt, kamen die Besucher noch in Scharen herbei. Denn sobald es dunkel wurde, sollte es noch schauriger werden – da war Nervenstärke gefragt. „Wenn wir unseren Monsterpfad öffnen, kommen sogar einige Jugendliche, die ansonsten für den Tierpark schon zu alt sind“, freut sich Zoobiologin Silke Plagmann als Verantwortliche für die Veranstaltungen über das Interesse. Rund 1000 Besucher gönnten sich den Gruselspaß. „Das ist ein wirklich gutes Ergebnis“, so Plagmann. Thorsten Petersen war mit Familie und Freunden auch dabei, ging durch den Monsterpfad und griff beherzt in die dunklen Boxen mit unbekanntem Inhalt: „Es war nett gemacht und kleine Schrecken habe selbst ich bekommen. Besonders, als in der einen Kiste eine lebende Hand zugepackt hat. Aber was tut man nicht alles für die Kinder und die hatten großen Spaß.“

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