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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 14:27 Uhr

Jubiläum : Im Einsatz für die Gesellschaft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Arbeiterwohlfahrt in Gettorf feiert am Mittwoch 40. Geburtstag. Verein legt sein Hauptaugenmerk auf Kinder und Jugendliche.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2017 | 06:59 Uhr

Gottorf | Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist in Gettorf fester Bestandteil des Gemeindelebens. Am Mittwoch, 6. September, wird der Gettorfer Ortsverband 40 Jahre alt. Die Gründungsmitglieder Wulf-Dieter Stark-Wulf, zugleich Vorsitzender, Volker Weber und Helga Jesinghaus-Weber erfüllt das mit großem Stolz. „Besonders toll finde ich, dass die Awo stetig gewachsen ist“, betont die 68-Jährige.

Angefangen hat alles am 6. September 1977 bei der Gründung im Gasthof „Zur Linde“ in Neuwittenbek. „Ich wollte damals gerne etwas für Kinder machen, die nicht in den Urlaub fahren konnten“, erinnert sich Stark-Wulf. Da er mit seiner Idee bei anderen Vereinen auf taube Ohren stieß, entschloss sich der damalige Kreistagsabgeordnete, einen Awo-Ortsverband zu gründen. „Mit der Awo war ich zuvor schon im Rahmen meiner politischen Tätigkeit in Kontakt“, so der 70-Jährige. Schnell hatte er einige Mitstreiter gefunden. „Auf dem Land fehlte so etwas ja völlig“, war Helga Jesinghaus-Weber sofort dabei. „Auch bei mir brauchte es keine Überredungskunst“, meint ihr Ehemann Volker Weber (78).

Die drei Gründungsmitglieder – insgesamt sind es neun, vier davon sind verstorben, zwei verzogen – merkten schnell, dass mit der Awo-Gründung ein Nerv in der Bevölkerung getroffen wurde. „Es gab sofort mehr Nachfrage als Angebote“, erzählt Stark-Wulf, der seit 1983 auch den Vorsitz inne hat. So dauerte es nicht lange, dass die Freizeitangebote auch auf außerhalb der Ferien erweitert wurden und dass es Partnerschaften mit Jugendämtern und Schulen gab. „Wir hatten immer Multiplikatoren und sind dazu immer auf der Höhe der Zeit gewesen und haben Nöte in der Bevölkerung erkannt“, weiß der Initiator um Erfolgsgeheimnis. Fahrten in den Hansa Park, Ferienreisen, eine soziale Sprechstunde (die es bis heute gibt), Mutter-Kind-Gruppen, ein mobiler sozialer Hilfsdienst – „die Liste unserer Ideen war und ist lang“, sagt Stark-Wulf.

Bis heute ist die Awo eine feste Institution im Dänischen Wohld und hat seit 1994 in der Kieler Chaussee 24 ihr Zuhause. „Natürlich gab es auch bei uns ein ständiges Auf und Ab. Aber es gibt definitiv eine Notwendigkeit für diesen Verein“, meint Stark-Wulf, der in der Zukunft vor allem in Sachen Kinderbetreuung noch großen Handlungsbedarf sieht.

Bei einer 40-jährigen Geschichte verwundert es nicht, dass den drei Gründungsmitgliedern die eine oder andere Erinnerung im Gedächtnis geblieben ist. „Wir hatten besonders bei den Vorbereitungen für unsere Ausflüge immer großen Spaß“, erzählt Helga Jesinghaus-Weber. Bis heute wundere sie sich, dass die Kinder damals so gerne Salatgurken gegessen haben. Auch Fehler wurden gemacht – zumindest kleine: „Man sollte Kinder abends keine Cola trinken lassen“, erinnert sich ihr Ehemann an einige schlaflose Stunden.Bei der Geburtstagsfeier am Mittwoch, an der neben ehemaligen Vorstandsmitgliedern auch Vertreter aus der Politik teilnehmen, werden im Awo-Haus sicherlich noch einige Anekdoten mehr ausgetauscht.

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