Ärger in Felm : Hunnenberg: Falscher Belag und keine Bushaltestelle

„Das ist kein Belag, das ist Matsch.“ – Die Anwohner des Hunnenbergs sind verärgert über die Gestaltung der Straße. Es sei das falsche Material verbaut worden, heißt es vom Amt.
„Das ist kein Belag, das ist Matsch.“ – Die Anwohner des Hunnenbergs sind verärgert über die Gestaltung der Straße. Es sei das falsche Material verbaut worden, heißt es vom Amt.

Bürger beklagen Straßensanierung im Bauausschuss / Gemeinde wird Mängel geltend machen

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03. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Die Anwohner des Hunnenbergwegs sind verärgert: Der neue Straßenbelag ist nicht das, was ihnen versprochen wurde. Darüber beklagten sie sich sowohl mit einer Eingabe an den Bürgermeister, als auch in der Sitzung des Bauausschusses am Montag. „Das ist kein Belag, das ist Matsch“, meinte einer. „Die Radkästen sind voll Matsch, die Bremsen quietschen, und wir können jeden Tag zum Autowaschen, wenn es regnet.“

Im Zusammenhang mit dem Rückbau des Hunnenbergwegs sei zudem angekündigt worden, dass die Bushaltestelle an der Kreisstraße verlegt würde, damit die Schulkinder zur Grundschule nach Felm kämen, erklärte ein Vater. „Aber es fährt kein Bus.“ Bei der Autokraft erhielt er die Auskunft, dass noch kein Antrag eingegangen sei. Der erste Bus von Osdorf nach Felm fahre um 12.58 Uhr. „Wie soll unser Kind zur Grundschule nach Felm kommen?“

Im Bauausschuss verstand man den Ärger der Anwohner. „Das alles ist nicht zufriedenstellend“, bestätigte der Bauausschussvorsitzende Thorsten Haß (CDU). Sie hätten schon bei der Abnahme Bedenken gehabt, räumte Bürgermeister Friedrich Suhr (CDU) ein. „Es ist das falsche Material für den Straßenbelag geliefert worden. Da bin ich sehr enttäuscht.“ Um die Busverbindung wolle er sich kümmern.

Holger Hackauf (CDU) bat die Anwohner um Entschuldigung. „Wir haben uns da auf die Fachleute verlassen. Wir bitten um Nachsicht. Es tut uns sehr leid.“ Norbert Lähn (SPD) zeigte sich sowohl von dem die Arbeiten begleitenden Planungsbüro als auch von der ausführenden Firma enttäuscht, dass hier das falsche Material aufgebracht wurde. „Wir werden Baumängel geltend machen“, kündigte Sönke Jacobsen vom Amt an. Man werde das Planungsbüro in die Pflicht nehmen. Plan und Ausführung passten nicht zusammen. „Da müssen kurzfristig Stellungnahmen her.“ Bevor über Lösungen nachgedacht wird, müssten jedoch die juristischen Fragen abgearbeitet werden.

Den Anwohnern half das wenig. Sie hoffen nun zumindest auf Autowaschgutscheine.

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