Hundebesitzer jubeln : Hundestrand wird verbreitert und barrierefrei

Überglücklich über die Ausschussentscheidung und die Verbreiterung des Hundestrandes mit barrierefreiem Zugang: Moni Brock, Sabine Wilkens-Detlefsen, Jana Schlüter und Brigitte Hauss (v. r..) mit ihren Vierbeinern.
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Überglücklich über die Ausschussentscheidung und die Verbreiterung des Hundestrandes mit barrierefreiem Zugang: Moni Brock, Sabine Wilkens-Detlefsen, Jana Schlüter und Brigitte Hauss (v. r..) mit ihren Vierbeinern.

Die Hundehalter dürfen sich freuen: Der Ausschusses für Wirtschaft und Finanzwesen weitet den Hundestrand um 100 Meter nach Norden aus. Damit wird der Hundestrand auch barrierefrei zugänglich.

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06. Mai 2015, 06:58 Uhr

Eckernförde | Die Kunde hat sich schnell herumgesprochen: Der Hundestrand wird gut 100 Meter nach Norden in Richtung Seelust verbreitert. Überglücklich über die Entscheidung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzwesen zeigten sich gestern morgen vier Hundebesitzerinnen, die bereits informiert waren. „Wir freuen uns so“, sagte Moni Brock. „Endlich“, sagte Brigitte Hauss, „überfällig“, kommentierte Jana Schlüter diese Entscheidung.

„Ich bin total glücklich“, sagte Hundehalterin Sabine Wilkens-Detlefsen, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Sie kann künftig mit ihrem Rollstuhl über die gepflasterte Zuwegung bis an den Hundestrand heranfahren, ihren Vierbeiner von der Leine lassen und hat ihn dann jederzeit im Blick. Eine große Verbesserung zum jetzigen Zustand, denn eine behindertengerechte Zuwegung zum Hundestrand gibt es bisher nicht.

Das war auch das ausschlaggebende Argument des Beirats für Menschen mit Behinderung, der das Thema am Montagabend per Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung des Finanzausschusses hat setzen lassen. Der Ausschussvorsitzende Ralph Krüger (CDU) ließ über die Dringlichkeit abstimmen – einstimmig dafür – und Klaus-Dieter Rediske trug das Anliegen des Beirats vor, einen barrierefreien Zugang zum Hundestrand zu schaffen. Er schlug zwei Varianten vor: Entweder einen neuen barrierefreien Zugang anzulegen oder aber die nördliche Grenze des Hundestrandes so weit nach Norden zu verlegen, dass der dort vorhandene barrierefreie Strandzugang im Bereich des Hundestrandes liegt. Menschen mit Gehbehinderung hätten oft einen Begleithund, auch diesen Bürger solle es ermöglicht werden, dem Hund am Hundestrand Auslauf zu geben und mit dem Hund zu spielen, heißt es in der Begründung. Dies könne auch vom Rollstuhl aus erfolgen, wenn ein barrierefreier Zugang bis an den Rand des Hundestrandes führt, so der Antragsteller Rediske weiter. Von dort hätten auch rollstuhlfahrende Hundehalter Sicht und Einfluss auf ihren Hund , was vom Fußweg aus nicht möglich wäre.

Von Bürgermeister Jörg Sibbel und dem Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, Stefan Borgmann, kam sofort grünes Licht. Zum einen, weil sie das Anliegen nachvollziehen können, zum anderen auch aus Kostengründen. Denn eine neue Zuwegung hätte etwa sechs Meter Höhenunterschied überwinden müssen und wäre mit geschätzten „mindestens 10  000 Euro“ ein Kostenfaktor. Die Umsetzung des Schildes „Hundestrand“ hingegen 100 Meter weiter nach Norden bis etwa in Höhe der Steinmole verursache „keine nennenswerten Kosten“ und könne kurzfristig erfolgen. „Wir wären soweit“ – und der Ausschuss folgte einstimmig.

Sabine Wilkens-Detlefsen möchte sich nun nach diesem erfreulichen Ausgang eines lange diskutierten Themas mit einem kleinen Geschenk bei den „immer freundlichen und hilfsbereiten“ Mitarbeitern der Touristik für deren Entgegenkommen bedanken.

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