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Finanz-Debatte : Hundeglück in Karby wird günstiger

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Debatte um Höhe der Hundesteuer im Karbyer Finanzausschuss / Zuschüsse für den Schulförderverein, Hortbetreuung und DRK

von
erstellt am 19.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Die Hundesteuer und Hortbetreuung sowie Anträge von Vereinen sorgten auf der Finanzausschusssitzung am Montagabend im Gasthaus Nüser für reichlich Gesprächsstoff. Die Verwaltung hatte in der Vorlage des Haushaltes 2015 bereits eine Absenkung der Hundesteuer um 50 Prozent, von 80 auf 40 Euro eingearbeitet. Dadurch würde die Gemeinde auf Einnahmen von rund 2300 Euro verzichten. Statt 4300 Euro würden künftig nur noch etwa 2000 Euro in die Gemeindekasse fließen. „Wir hatten damals drastisch erhöht, weil die Gemeinde Sonderbedarfszuweisungen beantragt hatte“, erinnerte der Finanzausschussvorsitzende Hans-Werner Pohl (CDU). Mittlerweile hätte sich die finanzielle Situation in Karby entspannt, so dass man wieder auf den alten Stand zurückgehen könnte. „Das ist der falsche Weg“, kritisierte Karl-Heinz Hauser (KWK) den Vorschlag.

Bei vorangegangenen Zuschussanträgen hätte man um jeden Euro gefeilscht, und jetzt verzichte man auf Einnahmen. Die Halbierung der Hundesteuer wurde anschließend mehrheitlich abgelehnt. Stattdessen empfahlen drei der fünf Ausschussmitglieder der Gemeindevertretung, die Hundesteuer auf 60 Euro zu senken. „Dieses bedeutet einen Rückgang der Einnahmen um knapp 1200 Euro“, erläuterte Ulrich Erichsen aus der Amtsverwaltung die finanziellen Auswirkungen.

Mit 60 Euro pro Kind und Monat empfahl der Finanzausschuss einstimmig, die Hortbetreuung der Grundschüler aus Karby in den Kindergärten „Pezzetino“ und „Sternschnuppe“ zu bezuschussen. Der Elternanteil würde damit noch bei 120 Euro liegen. Hintergrund ist die Tatsache, dass der Schulverband Nahbereich Kappeln die Zahlungen für die Hortbetreuung in der evangelischen Kindertagesstätte Karby gekündigt hat. Diejenigen Mitgliedsgemeinden, die keine Kinder in die Karbyer Hortgruppe schickten, hatten eine entsprechende Verbandsumlage nicht länger zahlen wollen. Die Differenz habe bisher die Kirchengemeinde Karby übernommen, aber auch sie werde sich zum Jahresende herausziehen.

Nach Besprechung der Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Brodersby, Dörphof, Karby und Winnemark habe man sich mittlerweile geeinigt, einen freiwilligen Zuschuss von 60 Euro zu zahlen.

1000 Euro erhält der Förderverein der Grundschule Karby für ein Tanzprojekt, das im Februar nächsten Jahres für alle Klassen stattfinden soll. Die Vorsitzende des Vereins, die Waabserin Inken Petry, stellte dem Ausschuss das Projekt vor. Zwei Tanzpädagoginnen wollen Mitte Februar mit allen Schülern verschiedenen Tänze einstudieren und diese Show am 20. Februar in der Sporthalle öffentlich aufführen. 4200 Euro lässt sich das Team von „Jumotis“ das Projekt kosten. „Wir wollen, dass auf die Eltern keine Kosten zukommen“, betonte Petry. Bislang lägen dem Verein Zuschüsse vom Kreis (500 Euro), der Fördesparkasse (250 Euro) und private Spenden von 1500 Euro vor. Dem Vorschlag von Bürgermeister Klaus-Dieter Möse (SPD), 500 Euro zu geben, folgte der Ausschuss nicht. Mit drei zu zwei Stimmen empfahl er einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro.

Für Irritationen sorgte der Antrag des Sportvereins auf Reparatur der Aschenbahn des Sportplatzes. So sei nicht ersichtlich, ob Arbeiten bereits ausgeführt wurden, auch Kostenvoranschläge oder Rechnungen lagen nicht bei. Der Ausschuss beschloss, den Antrag in dieser Form an den Vorstand zurückzugeben. Bevor die Gemeinde um Geld gebeten werde, soll es zudem eine Ortsbegehung geben, war man sich einig.

Noch nicht abschließend beraten wurde auch über einen Antrag der Feuerwehr auf Bezuschussung der Fahrerausbildung. Aus den Unterlagen gehe nicht hervor, ob die Kosten pro Kamerad gelten oder ob es schon die Gesamtsumme sei.

Das Deutsche Rote Kreuz erhält einen einmaligen Zuschuss von 100 Euro für die Adventsfeier. Außerdem stockte der Ausschuss den monatlichen Beitrag von 50 auf 100 Euro auf.

Für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges sind im Haushalt 195 000 Euro eingeplant. 114 000 Euro erhält die Gemeinde für den Verkauf des alten. Der Kreis bezuschuss den Neuerwerb mit 58 500 Euro, von Dörphof kommen weitere 41 300 Euro, so dass Karby einen Eigenanteil von gut 81 000 Euro zu stemmen hat.

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