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Tourismus : Hunde zufrieden – Camper glücklich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Teil 6 der Camping-Serie: Ostseecamping Gut Karlsminde lockt Besucher mit spezieller Ausrichtung auf die Vierbeiner an.

Eine Hundedusche, ein Hundebadesee, ein extra Hundestrand und eine große Auslaufwiese – auf dem Ostseecampingplatz Gut Karlsminde können Vierbeiner und ihre Halter entspannen. „Hier fühle ich mich wohl, und ich kann überall hin mit den Tieren“, sagt Marlies Kolditz. Seit über 50 Jahren campt die Recklinghausenerin und war mit dem Wohnmobil unterwegs. „Wir haben viel ausprobiert“, sagt sie und ihr Mann Wilhelm nickt. „Die Menschen sind hier einfach freundlich“.

Das hört Klaus Wilke gerne. Seit 23 Jahren ist er Verwalter des Platzes von Familie Hoff. Davor hatte sein Vater Günther schon den Platz seit seiner Begründung 1948 betreut. „Hier waren Hunde immer gerne gesehen“, sagt Klaus Wilke. Schon immer gab es eine große Koppel, auf der Hundehalter ihre Tiere auslaufen ließen. Irgendwann wurde die Fläche dann richtig angelegt für Hunde. Es entstand ein Badesee für die Tiere und auch etliche Kilometer Wanderwege wurden angelegt. Seit etwa fünf Jahren boomen die Gäste, die mit Hund anreisen, berichtet der Platzverwalter. In verschiedenen Internetforen wird die Anlage für ihr besonderes Hundeangebot gelobt.

Danach hat sich beispielsweise Anna-Lena Lösch aus Hannover gerichtet. Sie suchte speziell nach einem Platz, wo Hunde nicht nur geduldet sind, sondern einfach Hund sein können. „Für Kira ist es hier herrlich, sie liebt Wasser“, sagt sie und der junge Schäferhund springt wieder in den Badesee. Sie ist das erste Mal in Karlsminde und sehr zufrieden. Zum wiederholten Mal ist Bettina Beßer aus Bergen-Belsen schon da. Auch sie hat viele Plätze erlebt, „hier ist es wunderbar“. Viel Zeit hat sie nicht, denn „Tinka“ und „Jerry“ warten auf den nächsten geworfenen Ball.

Platzverwalter Wilke schätzt, dass inzwischen fast zwei Drittel der Touristencamper mit Hund anreisen. „Wenn die Hunde zufrieden sind, dann sind es auch die Halter“, stellt er fest. Ein Grund dafür ist der großzügige Platz. „Karlsminde hat 300 Hektar Fläche“, sagt Wilke. So können die Gäste auch kilometerlange Wege und den rund drei Kilometer langen Strand nutzen. „Und überall sind Hunde willkommen“, ergänzt Wilke.

Die ersten Gäste kamen 1948 an die Ostsee. Da gab es bereits drei große Strandseen in Karlsminde. Sie waren zwischen 1935 und 1942 entstanden. Der gewonnene Kies wurde über einen Verladepier per Schiff nach Helgoland gebracht. Dort wurden damit Hafenbecken und Schutzwälle errichtet. Heute sind die Seen Teil der Anlage in Karlsminde und sorgen für Weitläufigkeit. Die ersten Gäste waren zumeist Kindergruppen aus Hamburg oder anderen großen Städten. Das DRK und Pfadfinderstämme betreuten die Kinder, die in Zelten wohnten. Familie Hoff, der das Gut seit 1934 gehört, entschied sich 1957 dazu, in den Tourismus zu investieren. Immer mehr Urlauber kamen und entdeckten die Ruhe und Schönheit an der Ostsee. Als die Eckernförder Kleinbahn aufgelöst wurde, fanden einige ausgediente Personenwagen in Karlsminde Verwendung als Wochenendhäuschen. Noch heute wird der Campingplatz durch zahlreiche Ferienhäuser ergänzt.

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erstellt am 26.Jul.2017 | 07:42 Uhr

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