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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 18:33 Uhr

Damp : Hund reißt Rehkitz

vom

Jagdaufseher appelliert an Hundehalter zur Rücksichtnahme auf Wild in Feld und Wald.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 07:38 Uhr

Damp | Für ein Rehkitz kam am Montagabend im Dorotheentaler Wald in Damp jede Hilfe zu spät. Nach Angaben des Damper Jagdaufseher Peter Haertel war es sehr wahrscheinlich von einem Hund getötet worden.

Haertels Jagdkollege Oliver Brügge hatte das Tier am Montag gegen 20 Uhr nach einer kurzen Nachsuche mit seinem Kleinen Münsterländer im Wald gefunden. Zu dem Zeitpunkt war das Tier schon tot, aber noch warm. Das Kitz wies Bissspuren auf, sagte Haertel unserer Zeitung.

Ein Spaziergänger hatte die Jäger auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Er hatte nach Angaben der Jäger laute Klagerufe und Geräusche im Wald gehört, als er dort spazieren ging. Er folgte den verdächtigen Geräuschen und sah im Wald einen Mann mit einem Hund stehen, die sich dann aber sofort entfernten. Gegen 19.30 Uhr verständigte der Spaziergänger die Jäger, so dass Oliver Brügge die Nachsuche aufnehmen konnte, berichtete Haertel.

Jetzt seien wieder mehr Urlauber in der Region, und so würden die Jäger auch wieder häufiger auf freilaufende Hunde im Wald und auf Wiesen treffen, berichtete Haertel. Grundsätzlich sieht der Gesetzgeber im Landeswaldgesetz vor, dass im Wald Haustiere angeleint und ausschließlich auf den Wegen mitzuführen sind. Hunde dürfen im Jagdrevier nicht unbeaufsichtigt laufen gelassen werden. Das sei gerade in Brut- und Setzzeiten zu beachten. "In Wald und Wiesen sind jetzt überall junge Hasen und Rehe, da muss man besonders Rücksicht nehmen", sagte Haertel und appellierte an alle Hundehalter, sich an die Gesetze zu halten.

Haertel bittet mögliche Zeugen, ihm Hinweise zu dem jüngsten Vorfall unter Telefon 04351/41 750 mitzuteilen. Sehr wahrscheinlich werde er auch Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Darüber hinaus weist der Jagdaufseher auf die Regelung im Landeswaldgesetz hin: Danach darf der zuständige Jäger und jeder andere Jagdscheininhaber von der Waffe Gebrauch machen und Hunde töten, die sich außerhalb der Einwirkung der sie führenden Person aufhalten und Wild verfolgende oder reißen.

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