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555 Jahre : Hummelfeld feiert und alle machen mit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinde Hummelfeld beging am Wochenende ihr 555-jähriges Jubiläum. Zwischen 400 und 500 Besucher kamen zu den Feierlichkeiten.

Hummelfeld | Wer in den vergangenen Tagen durch Hummelfeld fuhr, wusste gleich: An diesem Wochenende ist etwas anders. Die Ortsschilder waren mit Kränzen geschmückt, sogar in vielen Vorgärten hatten sich die Menschen ans Werk gemacht und diese festlich dekoriert. Eine Zahl tauchte dabei immer wieder auf: 555. Denn an diesem Wochenende feierte die Gemeinde ihr 555-jähriges Jubiläum. Und das wurde an zwei Tagen mit einem bunten Programm begangen: Bereits am Freitagabend starteten die Feierlichkeiten mit einer offiziellen Feier für die Bürger und geladene Gäste. Dierk Kruse hatte über die Geschichte der Gemeinde geforscht und berichtete unter anderem, dass Hummelfeld im Jahr 1462 erstmals in einem Schreiben des Schleswiger Domkapitels an die Koseler Kirche erwähnt wurde. „Es war nicht ganz einfach“, berichtete Kruse von seinen Nachforschungen. „Es ist nicht viel aufgeschrieben worden.“ Zudem wurde eine Skulptur enthüllt, die von einer Familie aus Fellhorst gespendet wurde und die der Metallgestalter und Schmied Patrick Schloßer angefertigt hat. Sie soll die Verbindung der einzelnen Gemeindeteile sowie der Menschen symbolisieren.

Am Sonnabend stand dann ein Tagesprogramm mit unter anderem Spielen für Groß und Klein wie Kistenstapeln und Torwandschießen auf dem Programm. Roland Hansen bot mit einem Schlepper und Anhänger Ausfahrten durch das Gemeindegebiet an, die Oldtimerfreunde aus Eckernförde stellten sich vor und beim Hunderennen sowie bei den Reiterspielen kamen Zwei- und Vierbeiner auf ihre Kosten. Bei einer Tombola wurde eine Ballonfahrt verlost: Tatjana Hansen, Stefan Thams und Sven Neve haben gewonnen. Das Geld geht an die Kindernothilfe. Der Sonnabend startete mit einer Andacht mit Pastorin Susanna Kschamer.

„Wir passen unsere Feste unserer Größe an“, sagte Bürgermeister Dirk Harder. Hummelfeld hat 296 Einwohner. Zur Vorbereitung der Feierlichkeiten gab es eine „Kümmerertruppe“ aus rund 20 Personen. „Alle Bürger sollten mitgenommen werden“, berichtete der Gemeindechef und fügte hinzu, dass alle Haushalte angeschrieben wurden, um sie über das Geplante zu informieren. Zudem wurden sie gebeten, ihre Vorgärten zu schmücken. Fähnchen gab es von der Gemeinde, ansonsten konnte jeder machen, was er wollte. Und die Hummelfelder wurden kreativ: In einem Vorgarten stand beispielsweise eine große 555 aus Holz, an einer anderen Stelle wurde die Schnapszahl in großen Ziffern in den Rasen gemäht.

„Man hat in den vergangenen zwei Wochen gesehen, wie die Vorgärten immer bunter wurden“, berichtete Sven Hippert. Auch er hatte sein Vorgarten anlässlich des Gemeindegeburtstages geschmückt. Es sei eine Dynamik entstanden: „Das ganze Dorf ist mit dabei.“ Das Organisationsteam habe sich viele Gedanken gemacht, lobte der Hummelfelder und sagte, dass deswegen die Vorfreude auch schon groß gewesen sei. Wie ihm das Jubiläumsfest letztendlich gefallen hat? „Großartig.“

Wie viele Bürger bei den Feierlichkeiten hinter ihrer Gemeinde standen, war am Sonnabend gut zu sehen: Überall liefen Menschen herum, auf deren T-Shirts das Gemeindewappen und die Zahl 555 aufgedruckt waren. Etwa 80 solcher T-Shirts wurden verkauft, berichtete Dirk Harder.

Unterstützung gab es auch von Ehrenbürgermeister Heini Schulz: Er gehörte zu der „Kümmerertruppe“, nahm an den Vorbereitungstreffen teil und hatte für die Feierlichkeiten ein Rednerpult gebaut sowie alte Fotos zusammengetragen. „Wir freuen uns, dass er sich immer einbringt“, so Harder.

Heini Schulz war 35 Jahre lang Bürgermeister von Hummelfeld und hatte dieses Amt auch inne, als das 525-jährige Gemeindejubiläum gefeiert wurde. Das Programm sah damals anders aus, erinnerte sich Schulz: Unter anderem traten eine Volkstanzgruppe und ein Posaunenchor auf. Am Wochenende, 30 Jahre später, lobte er die Organisatoren für ihre Arbeit.

Voll des Lobes war auch Kreispräsident Lutz Clefsen, der zu den vielen Gratulanten am Freitagabend gehörte: „Dass die Bürger ihre Häuser geschmückt haben, zeigt, dass dies eine lebendige Gemeinde ist und die Bürger mitziehen. Dafür sollte man ‚Danke’ sagen.“ Es komme nicht auf die Einwohnerzahl an, sondern wie die Einwohner sich einbringen. „Die Art und Weise, wie in Hummelfeld gefeiert wird, zeigt, dass alle mitgenommen werden.“

Nach der Jubiläumsfeier zog Bürgermeister Dirk Harder ein positives Fazit: Es sei anstrengend gewesen, aber alles sei gut gelaufen und alle hätten mitgeholfen. 400 bis 500 Menschen seien schätzungsweise über das Wochenende zu den Feierlichkeiten gekommen. „Ich bin sehr zufrieden“, bilanzierte der Gemeindechef.

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