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FRAUENHANDBALL : HSG Gettorf/Osdorf feiert Wiederaufstieg

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Im EZ-Interview mit Trainerin Maren Marxen, die mit den Handballerinnen der HSG Gettorf den direkten Wiederaufstieg in die Kreisoberliga geschafft hat, erklärt diese wie es dazu kam – und wie es weitergeht.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Die Handballerinnen der HSG Gettorf/Osdorf haben nur ein Jahr nach ihrem Abstieg in die Kreisliga den direkten Wiederaufstieg in die Kreisoberliga Förde geschafft. Das Saisonziel wurde damit souverän erreicht. Mitaufsteiger HSG Holstein Kiel/ Kronshagen IV wurde nur dank des besseren Torverhältnisses Meister. Dagegen betrug nach dem letzten Spieltag der Vorsprung auf den Tabellendritten Heikendorfer SV komfortable fünf Punkte. Trainerin Maren Marxen ist dabei das Kunststück gelungen, nach der Auflösung der ersten Mannschaft aus einem „bunten Haufen“ von Teenagern und Spielerinnen, die bereits ihren 50. Geburtstag hinter sich haben, ein schlagkräftiges Team zu formen.

 

Hallo Frau Marxen, herzlichen Glückwunsch zum (Wieder-)Aufstieg! War es auch das erklärte Saisonziel nach dem Abstieg vor einem Jahr sofort wieder in die Kreisoberliga zurück zu wollen?

Naja, fast. Eigentlich wollten wir Meister werden. Das ist uns leider ganz knapp nicht gelungen. Doch der Aufstieg ist da schon ein schöner Trost.

 

Nach der Auflösung der ersten Frauen-Mannschaft vor einem Jahr standen Ihnen ja sowohl ältere Spielerinnen mit großer Erfahrung als auch junge Talente mit großem Tatendrang zur Verfügung. Wie lange hat es denn gedauert, diesen bunten Mix zu einer verschworenen – und auch erfolgreichen – Einheit zu formen?

Wir haben zwei Spielerinnen über 50 Jahre, vier zwischen 30 und 40 Jahren und etliche, die gerade erst 18 Jahre alt geworden sind. Das ist schon eine Herausforderung. Da alle aber schon vor einem Jahr zusammen trainiert haben, kannten sie sich schon, weshalb das Zusammenwachsen relativ schnell ging. Die Älteren sorgen bei uns für geordnete Spielzüge und die Jungen für das Tempo. Das passt gut zusammen.

 

Welche Hürden galt es denn bei diesem „Verschmelzung-Prozess“ zu beseitigen?

Unsere jüngeren Spielerinnen müssen noch lernen, dass es gilt, die Spielzüge geordnet zu Ende zu spielen. Sie wollen lieber alles mit Tempo regeln, doch auch das für sie langweilige Einstudieren von Spielzügen ist notwendig, um am Ende Erfolg zu haben.

 

Was waren denn die ausschlaggebenden Momente für den Aufstieg?

Die Spielerinnen haben verstanden, dass sie am Spieltag aussetzen mussten, wenn sie nicht beim Training waren. Außerdem ist der Zusammenhalt im Team sehr groß. Wo kommt es denn sonst vor, dass 18-Jährige über 50-Jährige zu ihren Feiern einladen – und umgekehrt? Das ist schon etwas ganz Besonderes.

 

In der Winterpause ist mit Hjordis Lübker eine KOL-erfahrene Kreisläuferin wieder zum Team gestoßen. Wie ist es dazu gekommen, und welche zusätzlichen Impulse konnte sie dem Team geben?

Hjordis ist mit ihrer offenen Art sofort offen aufgenommen worden. Eigentlich wollte sie ein Jahr aussetzen. Nachdem unsere Kreisläuferin aber wegen eines Unfalls länger ausfiel, sprang sie sofort ein. Sie ist eine große Verstärkung, weil sie das Handballspiel verstanden hat.

Sind personelle Veränderungen geplant? Ist die HSG also auf der Suche nach neuen Spielerinnen, oder werden andere den Verein verlassen?

Wir haben gemeinsam beschlossen, dass der Kader so zusammen bleibt. Lediglich Marie Dibbern, die auf beiden Außenpositionen spielen kann, stößt neu hinzu.

 

Wo muss sich die Mannschaft noch verbessern, um nach dem direkten Wiederauf-, den direkten Wiederabstieg zu verhindern?

Da muss ich wieder auf die Spielzüge kommen, die wir konsequenter zu Ende spielen müssen. In der Deckung favorisieren wir eine 5:1-Formation.

 

Was trauen Sie denn Ihrer Mannschaft in der kommenden Saison in der Kreisoberliga zu? Wird es eine zusätzliche Trainingseinheit geben?

Ich traue der Mannschaft durchaus zu, dass sie sich in der KOL halten kann und nicht wieder direkt absteigen muss. Doch dafür werden wir weiter intensiv trainieren müssen. Vielleicht nehmen wir noch eine weitere Trainingseinheit hinzu.

 

Stehen Sie selbst denn auch weiterhin als Trainerin zur Verfügung, schließlich trainieren Sie ja auch noch etliche Jugendmannschaften?

Für mich hat ab sofort die erste Frauenmannschaft Priorität.

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