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Handball-Aufstiegsspiele : HSG Eckernförde fehlt nur ein Tor zum Wiederaufstieg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach einer Riesensaison stehen die Handballer der HSG Eckernförde am Ende doch mit leeren Händen da, weil ihnen in den Aufstiegsspielen gegen IF Stern Flensburg am Ende ein Tor fehlte.

Jubel im Lager des IF Stern Flensburg, der sich als Meister der Handball-Kreisliga Flensburg in der Relegation mit Hin- und Rückspiel gegen die HSG Eckernförde, den Meister der Kreisliga Schleswig, mit 30:29 (14:13) und 34:34 (19:14) durchsetzte, und damit den sofortigen Wiederaufstieg erreichte. Auf der anderen Seite gab es Niedergeschlagenheit bei den Eckernfördern, die das Ziel nach einer grandiosen Saison verpassten.

„Im ersten Spiel haben wir unglücklich verloren“, berichtet HSG-Trainerin Ulla Machau. „Die katastrophale Trefferquote vom 7-m-Strich, 20 Prozent sind einfach zu wenig, war mit ein Grund dafür. Überzeugen tat Thies Wohlleben, der allein zehn Mal traf. Nachdem wir im zweiten Spiel zunächst mit bis sechs Treffern zurücklagen, stellten wir erfolgreich um, indem wir die Partie auf eine Zwei-Tore-Führung drehen konnten.“ Die Entwicklung sah für die Eckernförder positiv aus. Von da ab gab es aber empfindliche Zeitstrafen gegen die HSG und 20 Minuten vor Spielende wurde Thies Wohlleben von Kevin Ötzmann nicht nur gefoult, sondern der Flensburger ließ sich danach theatralisch fallen, so dass die Unparteiischen darauf hereinfielen und den Eckernförder disqualifizierten. Konnte das noch kompensiert, und bis zur 56. Minute die Zwei-Tore-Führung gehalten werden, so folgten zwei Zeitstrafen gegen Christian Levien und Finn Machau. Flensburg glich zum 33:33 aus, doch in zweifacher Unterzahl gelang der HSG durch Lasse Kock 80 Sekunden vor Spielende das 34:33, mit diesem Ergebnis wäre Eckernförde aufgestiegen. 33 Sekunden vor Schluss traf der Hüne Daniel Jonischkeit zum 34:34, aber, die HSG war nun im Ballbesitz. Die Sekunden verstrichen, ohne das noch ein Tor fiel.

„Ich gebe zu, es war sehr schwer und ebenso glücklich für uns. Es wäre einfach schön, wenn die Eckernförder mit in die KOL kommen, denn beide haben es gleichermaßen verdient“, fand IF-Trainer Benjamin Möller (29) in der überschwänglichen Freude noch passende Worte für den geschlagenen Gegner. „Es ist sehr bitter für uns, nach einer solch überzeugenden Punktspielserie nicht aufzusteigen. Sowohl IF Stern als auch wir gehören nach Meinung aller Gegner, Trainer und Schiedsrichter in die KOL. Bleibt abzuwarten, wie die Verantwortlichen im KOL-Bereich reagieren, denn ich habe heute eine entsprechende Anfrage getätigt.“

Noch einmal eine solche Saison mit sieben Mannschaften drei Mal gegeneinander und stets mit 20 bis 30 Toren gewinnen, bringt keiner Seite Spaß und wäre eine Zumutung. Vielleicht gibt es ja auch eine Ausnahmeregelung, die 17 Mannschaften in der KOL mit drei Absteigern am Ende der Saison 2014/15 vorsieht.

HSG Eckernförde –

IF Stern Flensburg 29:30 (13:14)
HSG Eckernförde: Detje, Huth - Heldt (3), Biais (2), L. Kock (5), Jebsen (2), Wohlleben (10), Levien (2), J. Marten, F. Machau (4), J. Krohn, Kroniger, Fleischmann, H. Marten.
Zeitstrafen: 4:5 – Zuschauer: 100
SR: Block/Buss (Oeversee/Mittelangeln/Satrup)

IF Stern Flensburg –

HSG Eckernförde 34:34 (19:14)
HSG Eckernförde: Detje, Huth - Heldt (9), Kroniger, Kraack (2), L. Kock (4), Jebsen, Wohlleben (8), J. Krohn, Biais (1), Machau (5), H. Marten, Levien (2), J. Marten (3).
Zeitstrafen: 7:5
Rot nach drei Zeitstrafen: Schröder (IF)
Rot nach Foul: Wohlleben (HSG)
SR: Enno Doden/Henning Recktenwald (Schleswig IF)


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