zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

15. Dezember 2017 | 09:28 Uhr

Grossalarm : Horrorcrash fordert Helfer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Inszenierter Unfall in Revensdorf stellt Feuerwehr und DRK auf die Probe

Um 17.17 Uhr alarmierte die Sirene am Sonnabend lautstark die Freiwillige Feuerwehr Revensdorf – auf der Kreuzung Raiffeisenstraße / Königsförder Straße bot sich den eintreffenden Helfern das Bild eines Horrorcrashs: drei demolierte Autos mit sechs Verletzten - darunter vier Kinder – und zwei Motorradfahrer unter einem Lkw. Was alle vorher wussten: Es war eine Großübung.

Das Szenario, das Oberlöschmeister Sven Jansen als Einsatzleiter ausgearbeitet hatte, hatte es in sich: Ein Pkw übersieht beim Einbiegen vom Gasthof in den Königsförder Weg einen schnell herankommenden Wagen. Durch die Wucht des Aufpralls landet eines der Fahrzeuge auf dem Dach, die vorne sitzenden Insassen des anderen Autos werden eingeklemmt. Ein Lkw kann dem Unfallgeschehen noch ausweichen, bleibt aber auf der Fahrbahn stehen, weil der Fahrer aufgrund der Aufregung über das Geschehen einen Herzinfarkt bekommt. Damit nicht genug: Ein nahendes Motorrad mit zwei Personen kann nicht ausweichen, gerät ins Schleudern und rutscht unter den Lkw. Ein dritter Pkw ist zusätzlich in den Crash involviert.

Die Revensdorfer Wehr sichert die Unfallstelle ab und übernimmt die Erstversorgung der Verletzten, zusätzlich werden die Wehren Großkönigsförde, Schinkel und Gettorf alarmiert, zur sanitätsdienstlichen Unterstützung rückt das Deutsche Rote Kreuz aus Gettorf an. Während sich das DRK und ein Teil der Feuerwehrleute um die Verletzten kümmern, beginnen andere damit, Dach und Türen des einen Wagens mit Hydraulikscheren zu öffnen, um die eingeklemmten Insassen zu bergen. Wieder andere kümmern sich um den Fahrer des anderen Wagens oder heben den Lkw hydraulisch an, um den Motorradfahrer zu befreien. Und da der dritte Pkw zu brennen beginnt, muss auch gelöscht werden. Auf der Königsförder Straße, sie war für die Übung auf dem Abschnitt gesperrt, herrschten mit zahlreichen Helfern zwischen Trümmern und Verletzten, acht Feuerwehrfahrzeugen und mehreren Rettungswagen scheinbar chaotische Zustände. Das Fazit von Einsatzleiter Sven Jansen war am Ende aber positiv: „Wir waren schnell und effektiv. Alle Aufgaben – und das waren etliche – wurden sauber gelöst, und auch die Kommunikation hat trotz des Chaos gut geklappt“. Jochen Bromann zeigte sich mehr als zufrieden. „Das ist sehr gut gelaufen. Auch wenn man den einen oder anderen kleinen Fehler hätte entdecken können, war in Anbetracht des Umfangs der Übung aber alles in Ordnung“, so der Amtswehrführer. Ziel war, so Jansen, das Retten und Bergen von Verletzten sowie das Zusammenspiel der Wehren und weiteren Organisationen zu trainieren. Dass ein Rettungshubschrauber zufällig das Szenario überflog, zeigt, dass Ernstfälle immer passieren und solche Übungen wichtig sind.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen