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Tagung : „Horizonte erweitern – Netzwerke stärken“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neues Konzept für Schule, Jugendhilfe und Kinder-und-Jugendpsychiatrie in Damp vorgestellt

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Ein neue neues Konzept für Schule, Jugendhilfe und Kinder-und-Jugendpsychiatrie lockte ein breites Fachpublikum in das Kongresszentrum Damp: Multifamilientherapie ist die gleichzeitige Behandlung von mehren Familien in der Gruppe. Ein Konzept, das sich in vielen Kliniken und Einrichtungen etabliert. Familien mit Schwierigkeiten können so feststellen, dass sie nicht allein betroffen sind. Sie überwinden ihre Isolation und finden eine gemeinsame Sprache und damit auch Hilfe bei den Fachleuten, aber auch von anderen Betroffenen. Sie werden dabei Experten in eigener Sache.

Das Helios Klinikum Schleswig richtete die sechste Jahrestagung Multifamilientherapie gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) unter dem Motto „Horizonte erweitern – Netzwerke stärken“ aus. Mehr als 260 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz, Dänemark und Schweden kamen um sich mit der Frage „Wie erleben Familien Multifamilientherapie?“ zu beschäftigen. So waren Mütter, Väter und Kinder aus Multifamiliengruppen aus Klinik und Schule eingeladen um über die eigenen Erfahrungen zu berichten und die Fragen von Therapeuten und Lehrern zu beantworten. In drei Foren zu Klinik, Schule und Jugendhilfe wurden so unterschiedliche Themen wie Anorexiebehandlung (Behandlung der Magersucht) und Inklusion vertieft und neue Konzepte zu Multifamilientageskliniken, Familienklassen und Jugendhilfeangeboten diskutiert.

Professor Dr. Michael Scholz aus Dresden freute sich, dass an dieser Tagung auch viele Berufsgruppen aus Jugendhilfeeinrichtungen teilnahmen. „Für die Familien ist wichtig, dass alle gemeinsam das Wohl der Familien im Auge haben, auch wenn das durch unterschiedliche Kostenträger in Deutschland häufig schwierig ist.“ erklärte er. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) Dr. Björn Enno Hermans wies darauf hin, dass Multifamilientherapie ein wichtiges ergänzendes Modul ist, dass sie aber nicht andere Therapien ersetzt. „Es geht immer um die passende Therapieform“, so Hermans.

Dr. Martin Jung, Chefarzt der Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Helios Klinikums in Schleswig sowie Ulrike-Behme Matthiessen und Thomas Pletsch als Organisatoren der Tagung freuten sich über das große Interesse: „Wir setzen diesen Therapieansatz in unserer Klinik mit guten Erfolgen ein.“

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