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Keine ANgst vor Bienen : Honigbienen ziehen in den Kindergarten ein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Hobby-Imkerin Britta Wilkening schenkt der Groß Wittenseer Kita einen Bienenschwarm für das Außengelände. Im nächsten Jahr soll Honig geerntet werden.

Respekt haben die Mädchen und Jungen vor den Bienen, Angst aber keine. Ein Bienenschwarm ist seit kurzem die neueste Attraktion der Groß Wittenseer Kindergartenkinder. Ein ein Kilogramm schwerer Schwarm, etwa 20 000 bis 30 000 Tiere, ist in die Beute auf dem Außengelände in der Habyer Straße eingezogen. Mitgebracht hat den Schwarm die Klein Wittenseerin Britta Wilkening. Sie ist selbst Hobby-Imkerin und als Mitglied des Vereins „De Immen“ sehr engagiert, dass die nützlichen Sechsbeiner artgerecht gehalten werden. Die Bienen erhielt Britta Wilkening über die Schwarmbörse, ein Netzwerk, das herrenlose Bienenschwärme vermittelt. „Dieser wurde in Kiel in einem Holunder gefunden“, berichtet sie.

In einem Karton wurden die Bienen nach Groß Wittensee gebracht. In dem „grünen Paradies“, wie der Kindergarten sein Außengelände nennt, war schon alles für den Einzug der Neuankömmlinge vorbereitet. Die Beute mit den Honigrähmchen stand etwas abseits, abgeschirmt durch ein paar Gehölze. Direkt vor dem Flugloch ließ Britta Wilkening die Bienen aus dem Karton. „Ein paar Kundschafter werden vorausgeschickt, um Signal zu geben, dass die Beute bezogen werden kann“, sagte sie. Sobald die Königin in der Beute ist und Pheromone ausschüttet, fliegt der restliche Schwarm hinterher.

„Wir haben alle Eltern informiert, was wir hier auf dem Gelände mit den Bienen vorhaben“, sagt Erzieherin Birgit Hingst, die gemeinsam mit Kathrin Paulsen die Vorschüler dienstags und donnerstags in dem „grünen Paradies“ betreut. Lediglich die Eltern eines Kindes hätten Sorge, doch diese Bedenken würden sich sicher schnell legen, sind Hingst und Wilkening überzeugt. „Die Bienen sind nur auf Pollen aus“, betont Britta Wilkening. Beim Picknick würden die Kinder sicher nicht belästigt werden. Die eigentlichen Plagegeister seien die Wespen.

Die Kinder lernen die Lebensweise und Entwicklung der emsigen Insekten im Jahresverlauf kennen und begreifen ihre Bedeutung für den Menschen und die Natur.

Damit die Bienen auch Nahrung finden, hat Britta Wilkening einen Blühstreifen in der Straße „Schanze“ ausgesät. Einem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion hatte die Gemeindevertretung zugestimmt und das Saatgut finanziert. „Die Bienen finden immer weniger Blühendes“, sagt sie. Knicks verschwinden und die Monokultur verhindere eine Vielfalt. „Alle Imker müssen mit Zuckerwasser und Honig zufüttern“, betont Wilkening. Wer den Bienen etwas Gutes tun möchtet, dem rät sie, trachtenreiche Arten, wie Krokusse und Narzissen zu pflanzen. Auch Flächen mit Löwenzahn und anderen Wildkräutern seien ideal. Auf dem Gelände des Kindergartens finden die Bienen Schlehe, Himbeere und Brombeere.

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erstellt am 27.Mai.2014 | 07:24 Uhr

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