Konzert in Altenholz : Hommage an Jazzlegende Ellington

Vokalsolistin Katharina Schwerk, hier mit dem Chor der Stifter Kantorei, überzeugte mit ihrer Stimme
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Vokalsolistin Katharina Schwerk, hier mit dem Chor der Stifter Kantorei, überzeugte mit ihrer Stimme

„Sacred Concerts“ im Eivind-Berggrav-Zentrum Altenholz. Viel Applaus für Kieler Bigband Jazzigs und die Stifter Kantorei.

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16. Juni 2019, 15:11 Uhr

Altenholz | Big-Band-Jazz, Swing, Vokalkunst, Stepptanz und Spiritualität – Duke Ellington, einer der bedeutendsten amerikanischen Jazzmusiker, bezeichnete seine „Sacred Concerts“ einst als das Wichtigste, was er jemals geschrieben hat. Dabei hatte er die drei Konzerte, die zwischen 1965 und 1973 entstanden, niemals aufgeschrieben, sie wurden immer ohne Noten gespielt. Erst die beiden dänischen Musiker John Hoybye und Peder Pederson arrangierten aus den drei Werken Ellingtons eine notierte Version, sodass eine Aufführung mit Chor möglich wurde.

Am Sonnabend präsentierten die Kieler Bigband Jazzigs unter der Leitung von Uli Eichmann zusammen mit dem Chor der Stifter Kantorei unter Leitung von Susanne Schwerk, Vokalsolistin Katharina Schwerk und Stepptänzerin Cordula Decker im Eivind-Berggrav-Zentrum dieses fulminante Werk. „Das Besondere daran ist die Verbindung von sakraler Musik mit Jazz und Swing und die Tatsache, dass Duke Ellington auch Kirchenmusik komponiert hatte“, so Kantorin Schwerk.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte die Band Jazzigs das Sacred Concert, bei dem es um Themen wie Gott, den Himmel, Freiheit und Tanz geht, zusammen mit einem Neumünsteraner Chor im EBZ schon einmal zum Besten gegeben, dieses Mal mit der Stifter Kantorei vor einem nahezu bis auf den letzten Platz besetzten EBZ. Die mitreißende Kombination aus europäischer Kirchenmusik mit Jazz und Swing, angereichert mit Stepptanz, Chor- und Sologesang kam beim Publikum an. Ob Katharina Schwerk mit ihrer glasklaren, kräftigen Stimme, der Chor oder die Jazzigs als komplette Band oder die Soli einzelner Musiker – die Zuhörer sparten nicht mit Applaus. Besonders brandete dieser auf, wenn Cordula Decker ihre Stepptanzeinlagen darbot.

Nicht nur bei Band und Chor, auch bei den Tanzeinlagen wippten die Füße im Publikum im Takt mit, denn selbst bei einer Soloeinlage klangen die Töne der Steppschuhe auf dem Holzpodest wie rhythmische Musik. Und beim musikalischen Dialog zwischen Stepptänzerin Decker mit dem Perkussionisten der Jazzigs am Ende des Konzerts gab es kein Halten mehr. Mit Standing Ovation forderte das Publikum denn am Ende des Konzerts auch erfolgreich eine Zugabe. Auch Ex-Bürgervorsteher Dr. Volker Clauß war mit Ehefrau Doris unter den Zuschauern: „Super, ein tolles Konzert“, waren sich beide einig. Und Pastor Dirk Große, selbst als Chorsänger dabei, fragte nach dem Konzert noch völlig euphorisch“ „War das nicht der Hammer?“. War es! Ein Abenteuer für Augen und Ohren, welches die Zuhörer bewegte und mitnahm und, wie am Applaus deutlich zu erkennen, begeisterte.

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