Kanalisation : Holzdorfer Abwasserkanäle in „gutem Zustand“

Bei der Inspektion der Kanäle in Holzdorf wurde auch dieser „Durchschuss“ festgestellt. Der Schaden muss behoben werden.
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Bei der Inspektion der Kanäle in Holzdorf wurde auch dieser „Durchschuss“ festgestellt. Der Schaden muss behoben werden.

Das Kanalkataster für Holzdorf steht: Der Bauausschuss empfiehlt die Erstellung eines Sanierungskonzepts für die Schäden an der Kanalisation . Es wird grob mit Kosten zwischen 200 000 bis 260 000 Euro gerechnet.

Dirk_Steinmetz-8463.jpg von
22. März 2014, 06:00 Uhr

Holzdorf | Wie sehen die Schmutzwasserkanäle aus, welche Schäden haben die Inspektionen ergeben welche Investitionen werden zur Sanierung nötig? Die Spannung war groß bei den Mitgliedern des Holzdorfer Bau-, Wege- und Umweltausschuss unter Leitung von Sönke Röhe, als das Ingenieurbüro Hohmann Donnerstagabend erlösend feststellte: „Ihr Kanalnetz ist in überdurchschnittlich gutem Zustand.“

Ohne Schäden waren die Leitungen für Regenwasser, Mischwasser und Schmutzwasser aber nicht. So ergab die Auswertung der Videobefahrungen der Anlagen beim Schutzwasser zwar keine Schäden in der höchsten Klasse fünf (sofortiger Handlungsbedarf), dafür aber eine Reihe von Schäden in der Klasse vier, wo kurzfristig Sanierungen nötig werden, erläutere Bauingenieur Alexander Hohmann die Ergebnisse. Insgesamt ergab die Auswertung, dass auf 465 Metern (7,6 Prozent) umgehend und auf 721 Meter (11,7 Prozent) kurzfristiger Handlungsbedarf besteht. Dabei sei natürlich nicht der gesamte Kanal schadhaft, sondern es seien einzelne Schadstellen, die die Klassifizierung auslösten, erläuterte Hohmann. Der gesamte Kanal zwischen zwei Haltungen erhalte aber die selbe Schadstufe. Schäden der Klassifizierung Stufe fünf wurden nur an Mischwasser- und Regenwasserkanälen festgestellt. Mittelfristigen Handlungsbedarf ergab die Auswertung für rund 1900 Meter in Stufe drei. Langfristigen Sanierungsbedarf oder keinen Schaden stellten die Fachleute bei 2600 Metern fest.

Angesichts der ermittelten Schäden, schätzt das Büro Hohmann den Finanzbedarf zur Behebung der sofort und kurzfristig zu behebenden Schäden in den Klassen vier und fünf auf etwa 200 000 bis 260 000 Euro. Als Zeitraum nannte Hohmann vier bis fünf Jahre, um alles zu beheben.

Wie notwendig Sanierungen sind, machten Fotos typischer Schäden deutlich, die Ingenieurin Johanna Apsitis zeigte. Typisch waren eingewachsene Wurzeln bei beschädigten Muffen oder mineralische Ablagerungen. Sie können bequem mit Fräsen beseitigt werden, erklärte Apsitis. Wiederholt waren aber auch unfachmänisch angeschlossene Hausanschlüsse gefunden worden. Teilweise war der zur Abdichtung eingesetzte Beton in den Kanal gestürzt, wodurch der Fließquerschnitt beeinträchtigt wird. Viel dramatischer sei aber die Gefahr, dass Boden außerhalb des Kanals durch die Fehlöffnung ausgespült wird und so unentdeckte Hohräume entstehen, die einstürtzen könnten, so Hohmann. Der Ausschuss empfahl einstimmig, das Büro Hohmann mit der weiteren Plaunug zur Behebung von Schäden anhand eines Sanierugskonzeptes zu beauftragen.

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