zur Navigation springen

Steuern : Hohe Rücklage: Thumby senkt Steuerlast der Bürger

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeindevertretung senkt die Hebesätze / Beteiligung am interkommunalen Gewerbegebiet Nordschwansen

von
erstellt am 17.Dez.2016 | 06:53 Uhr

Thumby | Thumby wird Grundeigentümer und Gewerbetreibende ab dem 1. Januar 2017 entlasten. Die Gemeindevertretung beschloss Mittwochabend einstimmig den Haushalt 2017. Darin eingebettet ist die Senkung der Hebesätze der Grundsteuern und der Gewerbesteuer. Danach werden die Grundsteuer A und B von zurzeit 260 Prozent auf 200 Prozent gesenkt. Die Gewerbesteuer sinkt von 310 Prozent auf 250 Prozent. Unter dem Strich entlastet diese Veränderung die Bürger insgesamt um rund 29  000 Euro. Bislang verbuchte die Gemeinde rund 137  000 Euro Einnahmen aus den Steuern. Übereinstimmend begründeten Peter Steinort (CDU) und Dr. Helmut Rogge (SPD) den Schritt mit einer guten Rücklage. An der solle man die Bürger teilhaben lassen, und ihre Steuerbelastung senken, hieß es übereinstimmend. Zugleich sei die Senkung angemessen, um auch weiterhin einen soliden Haushalt zu gestalten.

Die Haushaltssatzung 2017 sieht im Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben von 489  000 Euro und im Vermögenshaushalt von 203  600 Euro vor. Der Rücklage werden 203  000 Euro entnommen, sie sinkt voraussichtlich auf 785  000 Euro bis Ende 2017. Enthalten sind im Haushalt die Wegebaukosten für die Straße Hümark als auch eine Einlage von 12  100 Euro im zu gründenden Zweckverband „Interkommunales Gewerbegebiet Nordschwansen“.


Thumby senkt die Grundsteuern. Bürger sparen 29  000 Euro


Dort will sich Thumby beteiligen, um so der künftigen Jugend Chancen auf Arbeitsplätze in der Region zu erhalten, wie Siegfried Braun (SPD) feststellte. Gleichwohl habe man Bauchschmerzen angesichts der Höhe der Kosten. Eingestellt sind auch 15  000 Euro, mit denen das 750-jährige Jubiläum des Ortsteils Sieseby gefördert werden soll (wir berichteten).

Ebenfalls einstimmig wurde der erste Nachtrag für 2016 beschlossen. Danach schließt der Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 521  000 Euro und der Vermögenshaushalt mit 49    000 Euro. Der Rücklage werden 32  000 Euro zugeführt, sie steigt voraussichtlich auf 990  000 Euro bis Ende 2016.

Die Abgabe einer tendenziellen Stellungnahme zur Windkraft lehnte das Gremium gegen die Stimme von Bürgermeisterin Ulrike von Bargen (CDU) ab. So hatte sie darum geworben, dass die Gemeinde den Beschluss fasst, dass sie eine Ausweisung von Windeignungsflächen in der Gemeinde tendenziell für nicht geboten hält. Zugleich wollte sie den Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2015 ergänzen. Da hatte die Gemeinde festgelegt, dass sie solange gegen Windkraftanlagen ist, wie es nicht möglich ist, dass der produzierte Strom abgeführt werden kann oder geeignet gespeichert werden kann und es nicht zu „Wegwerfstrom“ kommt. Von Bargen wollte dies erweitern um die Feststellung, dass die Abstände der Windkraftanlagen zu Gebäuden größer sein müssen.

Dem hielten Dr. Rogge, Joachim Wendt (CDU) und Siegfried Braun entgegen, dass die Gemeinde bereits eine Stellungnahme abgegeben habe, warum erneut und „warum komplizierter machen“, wie Wendt feststellte. Christoph Stöcks von der Amtsverwaltung informierte, dass die Gemeinde im Rahmen des Feststellungsverfahrens zum Regionalplan Wind noch um eine erneute Abgabe einer Stellungnahme gebeten werde. In der Gemeinde Thumby ist eine 24,1 Hektar große Fläche zwischen Karlsburger Holz und Gut Grünholz auf dem Regionalplan zur Windkraft aufgeführt. Bis Ende Juni 2017 haben die Gemeinden Zeit für eine Stellungnahme.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen