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3. Handball-Liga : Hohe Owschlager Niederlage im letzten Derby

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der TSV Owschlag unterliegt der HSG Kropp-Tetenhusen klar mit 18:28. Heimtrainer Trainer Rainer Peetz meint dennoch: „Ich fand es sensationell, wie wir Kropp vorgeführt haben.“

Owschlag | Es war das letzte Mal, dass sich die Drittliga-Handballerinnen des TSV Owschlag und der HSG Kropp-Tetenhusen in einem Punktspiel gegenüberstanden. Aufgrund der Fusion der beiden Vereine wird es Derbys wie gestern nicht mehr geben. Owschlags 2. Vorsitzender Jens Stolley fand allerdings schon vor dem Anpfiff die richtigen Worte. „Ich bin nicht wehmütig, der Blick geht voran! Ich freue mich auf die Zukunft und hoffe, dass diese Kulisse vielleicht bald jedes Mal die Heimkulisse sein wird“, sagte er mit Blick auf die vollbesetzte Owschlager Sporthalle. Wie im Hinspiel platzte der Spielort aus allen Nähten, und natürlich waren alle Spielerinnen gewillt, dieses letzten Aufeinandertreffen für sich zu entscheiden. Allerdings musste Owschlag arg dezimiert antreten, auf Spielmacherin Greta Stolley ebenso verzichten wie auf Nina Hofstetter. Franziska Peters konnte zudem Grippe geschwächt nur sporadisch eingreifen. Als dann auch noch Anita Ewert mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ausschied (19.), fehlten Owschlag die Führungsspielerinnen. Trotzdem hatte der TSV sich vorher von einem 0:4 (5.) zurück ins Spiel gekämpft, gestützt von starken Paraden Mareike Witts im Owschlager Tor. Beim 7:7 durch Jill Sievert (22.) hatte Owschlag den Ausgleich geschafft, und auch zur Pause lagen die Teams beim 10:10 gleich auf.

Mit Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich, dass die ehemaligen Harrisleerinnen Sabrina Maier, Lena Schulz und Kristin Machau gute Handballerinnen sind. Sie sorgten dafür, dass Kropp sich auf 17:13 (43.) absetzte. Besonders ansehnlich: Maiers Dreher zum 14:12 (37.). „Ich bin froh, dass sie bei uns spielen, aber auch die anderen haben gut gespielt und Imke Seidel gut getroffen“, lobt Thomas Carstensen seine Spielerinnen, die immer weiter auf 28:18 (60.) enteilten. Es war zwar schnell in der zweiten Hälfte zu erkennen, dass die dezimierten Owschlagerinnen nicht als Sieger die Halle verlassen würden, doch an Motivation mangelte es ihnen nicht. Immer wieder probierten sie ihr Bestes und ackerten gegen Kropps Deckung. Und wer weiß, wie die HSG damit umgegangen wäre, wenn die gewaltigen Würfe Jill Sieverts nicht so oft am Pfosten gelandet wären. „Wir hatten viel Pfostenpech, und es gab auch einige ungleiche Schiedsrichterentscheidungen. Ich fand es sensationell, wie wir Kropp vorgeführt haben. Das war peinlich für den Favoriten. Ohne die Stammspielerinnen war es sehr schwer, deshalb finde ich, dass es meine 18- und 19-jährigen Spielerinnen sehr gut gemacht haben“, lobt Peetz, dem die Ausbeute von nur acht Toren in der zweiten Hälfte nicht zu wenig war. „Das ist völlig ok“, so der Trainer, bevor die nun ehemals konkurrierenden Vereine sich in einem offiziellen Akt per Unterschrift gegenseitig aneinander banden. Vorbei die Zeit der Derbys oder um es mit Jens Stolley zu sagen: Auf in eine gemeinsame Zukunft!


TSV Owschlag: Witt, Fasold – Ewert (1), Sievert (5/2), Trceziok (3), K. Rohwer (2), H. Meenke, H. Rohwer (1), Herklotz (2), Stachowski, Lyke (2), Peters (2), Küppers, Zadow.

 

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