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Apfelsaison : Hohe Ansprüche und eine satte Ernte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Sommersaison neigt sich auf Gut Warleberg für Selbstpflücker dem Ende. Erste Sommeräpfel wie Delba und Zari sind schon reif.

Neuwittenbek | Sie sind lecker, gesund und das liebste Obst der Deutschen. Jeder Bundesbürger verputzt durchschnittlich etwa 17 Kilogramm Äpfel im Jahr, roh oder gekocht, als Apfelkuchen, Apfelsaft, Apfelmus, Apfelgelee oder im Winter als wärmenden Apfelpunsch.

Seit kurzem werden auch auf den Obstplantagen vom Gut Warleberg unweit des Nord-Ostsee-Kanals bei Neuwittenbek wieder Äpfel angebaut. Die diesjährige Ernte scheint vielversprechend zu werden. Das freut die Betreiber der Obstbau GbR Frederik Kerlen, Diplom-Agrarwissenschaftler aus Tüttendorf, und Gutsherr Henrik Buchenau, dessen Familie den landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit Obstbau, Ackerbau, Hähnchenmast und Forstwirtschaft bereits in der vierten Generation unterhält.

Auf mittlerweile 25 Hektar Fläche bauen sie Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Zwetschgen und eben auch wieder Äpfel an. Alles im Freiland. „Bis 2011 hatten wir auf einer Fläche von etwa 2,5 Hektar Äpfel, aber eher späte Sorten“, erzählt Hendrik Buchenau. Wegen der geplanten Kanalverbreiterung stellten sie den Schnitt ein. Doch nun wurden gut ein Hektar Land wieder mit Apfelbäumen bepflanzt, hauptsächlich mit Sommer- und Herbstäpfeln der Sorten Delba, Royal Gala, Zari, Topas, Rubinette, Elstar und Holsteiner Cox.

Wenn der Café-Betrieb am Sonntag, 4. Oktober, endet, werden auch die Plantagen für Selbstpflücker geschlossen. Obwohl die Apfelbäume noch jung sind, tragen sie erstaunlich viel. „Äpfel kann man gut anbauen hier im Norden“, weiß Hendrik Buchenau. „Das einzige Risiko ist der Frost. Er kann die Blüte vereisen.“ Insgesamt ist er zufrieden mit der diesjährigen Obstsaison. Durch die Kälte im Frühjahr startete die Saison etwas langsam, dafür war es im Juni zu heiß. „Jeden Tag 35 Grad, da reifen die Erdbeeren zu schnell“, sagt er. Dafür sei es ein ausgesprochen gutes Heidelbeer-Jahr gewesen.

Seit sie 1996 gepflanzt wurden, trugen die Sträucher jedes Jahr besser. Und auch die Äpfel gedeihen gut. „Der Fruchtansatz war zum Teil so gut, dass wir ausgedünnt haben“, erzählt Frederik Kerlen beim Rundgang über die Plantage. „30 bis 50 Äpfel pro Baum, damit sie in der Größe ausgeglichen sind.“ Die Sommeräpfel Delba und Zari sind schon reif, Rubinette, Royal Gala und Topas dauern noch ein paar Tage, Holsteiner Cox und Elstar, die als typische Lageräpfel gut bis Weihnachten halten, sind noch nicht so weit.

„Jedes Jahr ist aufregend und spannend, keines ist wie das andere“, gesteht Frederik Kerlen. „Wir sind sehr vom Wetter abhängig und man muss sehr flexibel sein.“ Als Obstbauer bereitet es ihm Freude, sich auf die Natur einzulassen und dann die eigene Ernte direkt in der Region zu vermarkten. Den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, dem sie sich als konventioneller Betrieb nicht verwehren, versuchen sie so gering wie möglich zu halten.

Wegen des unmittelbaren Kontakts zu den Verbrauchern ist der Anspruch an die Qualität der Früchte besonders hoch. Ab kommenden Sonnabend, 19. September, können Apfelliebhaber täglich von 12 bis 18 Uhr ihre Lieblingsorten pflücken. Das Obstcafé ist Freitag, Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

>www.warleberg.de


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erstellt am 15.Sep.2015 | 05:45 Uhr

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