Alte Schule : Hoffnung auf weniger Kosten

Im Obergeschoss der Alten Schule sollen zwei Mietwohnungen entstehen. Der Ausbau verzögert sich.
Im Obergeschoss der Alten Schule sollen zwei Mietwohnungen entstehen. Der Ausbau verzögert sich.

Ausbau Alte Schule wird fortgesetzt. Kostenobergrenze und Neuausschreibung beschlossen.

Dirk_Steinmetz-8463.jpg von
22. Februar 2018, 06:18 Uhr

Gammelby | Der Gemeindetreff Alte Schule soll weiter saniert werden. Die Gemeindevertretung beschloss in dieser Woche einstimmig, dass die Sanierung des Hauses und der Ausbau des Dachgeschossen mit zwei Mietwohnungen fortgesetzt werden soll, auch wenn die zu erwartenden Kosten gegenüber der ursprünglichen Planung deutlich gestiegen sind.

Der Gemeinderat legte als Obergrenze 510 000 Euro fest und folgte der einstimmigen Empfehlung des Finanzausschusses. Vor einem Jahr hatte die Vertretung 370 000 Euro als Kostenschätzung für das Vorhaben beschlossen (wir berichteten). Damals hieß es, es sei nur mit geringen Abweichungen zu rechnen. Zwischenzeitlich waren aber die Kosten für die Arbeiten „extrem gestiegen“, was auf höhere Lohnabschlüsse, höhere Materialpreise und ausgelastete Firmen zurückzuführen sei. Die Fortsetzung der Sanierung und der Ausbau der zwei Wohnungen sei nötig, um die Kosten des Gebäudes aufzufangen, erklärte Finanzausschussvorsitzender Ralph Sicker. Zurzeit zahlt die Gemeinde rund 8000 Euro im Jahr bei der Alten Schule drauf, da Mieteinnahmen fehlen.

Zusätzlich beschloss die Vertretung, dass nach Möglichkeit einzelne Gewerke erneut ausgeschrieben werden sollen, wobei ein erweiterter Bieterkreis ausgewählt wird. Ob die Angebote dann niedriger ausfallen oder sogar höher, dass kann man jetzt nicht abschätzen, wurde eingewendet. Dann mache auch die Festlegung der Maximalkosten wenig Sinn, weil dann erneut beraten werden müsste, stellte Kelvin Stapelfeldt fest.

Beschlüsse:

Die Straßenausbaubeitragssatzung wird aufgehoben. Einstimmig wurde die Anwendung der Satzung aufgehoben. Zugleich wies Sicker darauf hin, dass die Gemeinde künftig wieder schauen müsse, wie sie notwendigen Straßenbau finanziert. Falls die Kassenlage der Gemeinde nicht gut sei, könnte auch eine Anhebung der Grundsteuern in Frage kommen, von der dann alle Grundeigentümer betroffen sind.

Die Jahresrechnung 2017 wird beschlossen. Sie schließt mit einer Rücklagenzuführung von 32 000 Euro. Die Rücklage steigt Ende 2017 auf 247 000 Euro. Das ist auf den ersten Blick erfreulich, so Sicker, aber die Gemeinde habe einige Investitionen ins neue Jahr geschoben, die dann in 2018 zu Buche schlagen werden.

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