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Versöhnliche töne : Hoffnung auf neues Feuerwehrhaus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Brandschutz in der Gemeinde Felm soll auch in Zukunft durch beide Ortswehrengewährleistet sein. Bürgermeister Friedrich Suhr regt die Bildung eines Arbeitskreises an, um über den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses zu sprechen.

Versöhnliche Töne wurden angeschlagen, und die Hoffnung der Ortswehr Rathmannsdorf/Felmerholz auf nun doch ein neues Feuerwehrgerätehaus in Felmerholz erhielt frische Nahrung – im Februar 2012 hatte die Feuer-wehrunfallkasse dort erhebliche Mängel festgestellt und es für zu klein befunden. Die Jahreshauptversammlung der Gemeindewehr Felm mit den beiden Ortswehren Felm und Rathmannsdorf/Felmerholz am Mittwoch nun dürfte die Kameraden friedlicher gestimmt haben als noch in der Gemeindevertretersitzung in der vergangenen Woche.

Dort hatten Felmerholzer Kameraden deutlichst ihr Missfallen darüber ausgedrückt, dass die Gemeinde kein Geld in den Haushalt für einen Um- oder Neubau des Felmerholzer Gerätehauses im Haushalt 2014 eingestellt hatte und dass stattdessen vorgeschlagen wurde, das Felmerholzer Fahrzeug in Felm unterzubringen. Sofort stand die Befürchtung einer Zusammenlegung der beiden Ortswehren im Raum. Das ist jetzt erstmal vom Tisch.

Gemeindewehrführer Rolf Jobst aus Felm und sein Stellvertreter Tomas Fritzsche aus Felmerholz legten Bürgermeister, Gemeindevertretern und Verwaltung in einer ausführlichen Präsentation noch einmal die Risiken und Gefahren einer Verlegung des Felmerholzer Fahrzeugs nach Felm dar. Nach von der Landesfeuerwehrschule aufbereiteten Daten sieht das Einsatzgebiet der Gemeinde Felm dem Brandschutzgesetz entsprechend zwei Ausrückebezirke vor. Nur so könne die festgesetzte Hilfsfrist von acht Minuten vom Alarm bis zum Eintreffen der Hilfskräfte am Einsatzort eingehalten werden. Die Fahrzeit der Felmerholzer Kameraden zum 2,4 Kilometer entfernten Gerätehaus in Felm betrüge etwa drei Minuten. Dazu käme die Fahrt zum Einsatzort, der auch in Levensau oder am Eiderkanal liegen kann. „Von Felmerholz aus decken wir das nicht ab“, betonte Tomas Fritzsche. Mit der Konzentration auf einen Standort in Felm würden die geforderten Schutzziele heute nicht er-reicht. Man verwies auch auf die besonderen Risiken und Gefahren in der Gemeinde Felm wie den Schienenverkehr, die Tankstelle, die Schul- und Sportanlage sowie die Wald- und Moorgebiete. Was Personal, Fahrzeuge und Ausrüstung angeht, seien die Wehren in der Gemeinde mit insgesamt 64 aktiven Kameraden glücklicherweise gut aufgestellt. „Wir wollen ja keinen Palast, sondern nur eine Unterbringungsmöglichkeit für unser Fahrzeug und die Schutzkleidung“, sagte Tomas Fritzsche. Es müsse nicht der Massivbau für 250 000 Euro sein. „Eine Hallenbauweise so wie in Blickstedt würde völlig ausreichen.“

Bürgermeister Friedrich Suhr (CDU) nahm die vorgetragenen Aspekte zum Anlass, die Entscheidung der Gemeindevertretung noch einmal überdenken zu wollen. „Wenn ich höre, dass hier mit Grund zwei Ausrückebezirke vorliegen, muss man neu nachdenken“, sagte er und schlug vor, sich mit der Wehrführung in einem Arbeitskreis zu treffen. Er hoffe, dass dann alle an einem Strang ziehen, auch wenn es unterschiedliche Meinungen gibt.

Kreiswehrführer Mathias Schütte schien zufrieden. „Das ist die Transparenz, die wie uns vorstellen“, erklärte er. „Das, was hier vorgestellt wurde, ist nachvollziehbar und belastbar.“ Eine Hallenbauweise wie in Blickstedt wäre eine pragmatische Lösung für alle Beteiligten. Schließlich habe das Orkantief Christian mit seiner Zerstörungskraft Ende Oktober gezeigt, wie wichtig jede einzelne Feuerwehr sei, so der Kreiswehrführer.





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