Romantik pur : „Hochzeiten am Strand liegen hoch im Kurs“

Heiraten am Strand wird immer beliebter: Auch in Strande wird darüber debattiert, diese Möglichkeit ab 2006 anzubieten.
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Heiraten am Strand wird immer beliebter: Auch in Strande wird darüber debattiert, diese Möglichkeit ab 2006 anzubieten.

Auch in Strande wird darüber debattiert, diese Möglichkeit ab 2006 anzubieten.

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03. Juli 2015, 06:02 Uhr

Strande | Touristikchef Heiko Drescher hat sich schlau gemacht: „Hochzeiten am Strand liegen hoch im Kurs“. Seine Erkenntnisse stellte er im Ausschuss für Soziales, Kultur und Tourismus vor. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn Trauungen in Strande könnten einen Imagegewinn für die Gemeinde bringen, den Tourismus stärken und der Gastronomie und Hotellerie gesteigerte Umsätze bescheren. Aber es kommen auch Mehrkosten und Mehrarbeit auf die Gemeinde zu, und einige Anforderungen sind zu erfüllen.

87 Trauungen wurden im vergangenen Jahr zwischen Mai und September in der Region vollzogen – 54 davon an den Stränden in Surendorf, Dänisch-Nienhof und Gut Hohenhain. Nun überlegt auch Strande, sich um die Ausrichtung zu bewerben. Einen Eheschließungsbeamten haben sie schon vorzuweisen: Bürgermeister Dr. Holger Klink hat die erforderlichen Fortbildungen absolviert und ist für die Zeit, in der er das Amt des Bürgermeisters inne hat, auch berechtigt, Trauungen vorzunehmen. Direkt am Strand darf er das allerdings nur, wenn auch der Amtsausschuss zustimmt und alle Vorgaben des Personenstandsgesetzes erfüllt werden. So darf zum Beispiel die Trauung nicht durch Störungen gefährdet werden, und die Öffentlichkeit muss ausgeschlossen sein. Bei schlechtem Wetter muss die Ausweichmöglichkeit in ein Trauzimmer in der Nähe gewährleistet sein. Die erste Anlaufstelle bleibt das Trauzimmer im Standesamt Dänischenhagen – für die Trauorte, die ab 2016 direkt in der Gemeinde Strande in Frage kommen, wird das Amt einen Kriterienkatalog vorlegen: Der Ort muss gut erreichbar sein, Barrierefreiheit wäre wünschenswert, Toiletten sollten in der Nähe sein. In Strande käme dafür zum Beispiel das so genannte Bermuda-Dreieck in Frage. Die Zeremonie würde hier unmittelbar am Wasser stattfinden. Die zweite Möglichkeit, die Drescher vorstellte, ist ein Teil des Badestrands, nahe der Promenade: Hier könnte eine Pagode aufgestellt werden und die Anbindung an die Strander Gastronomie ist unmittelbar gegeben.

Als dritte Möglichkeit führte der Tourismusexperte die Gastronomen und Hoteliers an, die sich darauf freuen, die Umsetzung von standesamtlichen Trauungen zu unterstützen. So könnte das Kaminzimmer im Acqua Strande, der Tagungsraum des Strandhotels oder der Wintergarten in Brunos Bistro als Trauzimmer in Frage kommen.

Am Ende von Dreschers Vorstellung waren die Ausschussmitglieder sich einig und empfehlen dem Gemeinderat: In enger Abstimmung mit dem Amtsausschuss sollen ab 2016 Trauungen in Strande angeboten werden.

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