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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 09:18 Uhr

Aufslippen : Hochbetrieb am Segelclub-Kran

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Seit drei Wochen hebt Hafenmeister Sven Drewes beim Segelclub mit dem Kran 13 Boote täglich aus dem Wasser. Bis zum Ende des Monats müssen rund 400 Boote an Land sein. Dann hat er erstmal Pause – genau wie die Boote.

„Ein Stück voraus und dann vorsichtig anheben“, lauten die Anweisungen von Herbert Gey. Den ehemaligen Hafenmeister des Segelclubs Eckernförde (SCE), der viele Jahre beim Bootskranen im Herbst und Frühjahr dabei war, bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Eingespielt ist das Team um Hafenmeister Sven Drewes, denn es gilt nicht nur die Boote aus dem Wasser zu heben, sondern sie auch zügig auf dem Gelände oder in den Hallen zu verteilen. Rund 400 Boote, davon 90 Fremdnutzer, die nicht zum SCE gehören, stehen auf der Liste, die bis zum Ende des Monats abgearbeitet sein muss, denn danach ist Schluss. „Bis jetzt liegen wir im Zeitplan, denn bislang hat das Wetter gut mitgespielt“, sagt Drewes. Im Schnitt sind es 13 Boote, die seit Ende September Tag für Tag exakt nach Terminplan aus dem Wasser gehen. „Da braucht keiner zu hoffen, mal eben schnell dazwischen zu kommen“, stellt Drewes klar, dem zwischen den Terminen gerade mal Zeit für eine Tasse Kaffee bleibt. Durchgehend von Dienstag bis Sonntag im Einsatz, ist den Männern lediglich montags ein Ruhetag vergönnt.

Während im Frühjahr das zu Wasserlassen der Schiffe ohne Probleme geschieht, ist das Herausheben nicht ganz so einfach. Die richtige Position für die Hebegurte ist entscheidend, denn je nach Boot sind Geber für Echolot und Geschwindigkeit verschieden angebracht, Marken für die Gurtposition helfen, Schäden zu vermeiden. Auch muss der Propellerantrieb berücksichtigt werden, der je nach Bauform besonders gefährdet ist. „Nicht alle haben Marken an der Bordwand, da muss vorsichtig angehoben werden, bis man sieht, ob der Gurt richtig sitzt“, erläutert Drewes.

Das anschließende Absetzen auf dem Winterlagerbock ist dagegen ein Kinderspiel, hier haben sich die Systemböcke mit einheitlicher Bedienung und normiertem Transportsystem bewährt. Reichten bis vor einigen Jahren die Hallen und der große Parkplatz noch aus, spielt inzwischen das Gelände hinter den Hallen ebenfalls eine wesentliche Rolle, da nicht nur SCE-Mitglieder hier ihre Boote überwintern. Wenn im nächsten Monat dann das Wasser abgedreht wird, hat auch Hafenmeister Drewes nach einer schönen Saison eine längere Pause verdient – genau wie die Boote.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 18:22 Uhr

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