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Deutsches Sportabzeichen : „Hobbysportler auf hohem Niveau“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

116 Mitglieder des Wittenseer SV erhalten das Deutsche Sportabzeichen. Für Friedhelm Hollmann ist es die 50. Auszeichnung

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 17:23 Uhr

50 Mal hat Friedhelm Hollmann schon erfolgreich die Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen erfolgreich absolviert. Bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Sportabzeichens beim Wittenseer Sportverein wurde er mit seinem 50. Sportabzeichen ausgezeichnet. In diesem Jahr legten insgesamt 116 Menschen das Sportabzeichen beim Wittenseer SV ab – Rekord. Unter den Sportlern waren 75 Jugendliche, davon 67 Schüler der beiden Standorte der Schule am See in Groß Wittensee und Holtsee.

In diesem Jahr wurde das Sportabzeichen erstmals unter neuen Kriterien abgenommen: Früher bekamen Sportler, die fünft Mal und öfter das Sportabzeichen absolviert hatten, automatisch Gold. Heute gibt es für jede Disziplin in den Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination je nach Ergebnis einen bis drei Punkte. Wer vier bis sieben Punkte erzielt, bekommt das bronzene Abzeichen, für acht bis zehn Punkte gibt das silberne Abzeichen und für elf bis zwölf Punkte gibt es Gold. „Es motiviert, wenn man sieht, dass man noch besser werden kann“, meinte Helmut Proell, Leiter der Leichtathletiksparte.

Friedhelm Hollmann schaffte sein 50. Sportabzeichen mit Gold. „Nach heutigen Kriterien hätte ich fünf Sportabzeichen mehr“, sagte der 73-Jährige. Fünf Mal war er am Schwimmen gescheitert, weil er einfach nicht schnell genug war. Bis es ihm jemand richtig zeigte und er 300 Meter in sechseinhalb Minuten schwamm. Seitdem bestand Hollmann das Sportabzeichen – jedes Jahr. „Ich bin heute ein guter Schwimmer“, sagte er. Nach den neuen Kriterien ist das aber nicht mehr so wichtig: Die Sportabzeichenteilnehmer müssen zeigen, dass sie 15 Minuten lang schwimmen können. Haben sie das geschafft, brauchen sie erst nach fünf Jahren wieder einen Schwimmnachweis erbringen.

Die neuen Sportabzeichenregeln gefallen Friedhelm Hollmann, der seit 1964 auch als Sportabzeichenprüfer tätig ist. „Die Sportler können Schwächen mit Stärken ausgleichen“, sagt er.

Am Sportabzeichen gefällt ihm der Mehrkampf. „Es ist von allem etwas“, sagte er. Eine Übung wäre ihm zu langweilig. Seine Lieblingsdisziplinen sind Schleuderball und Standweitsprung. Trainiert wird in den Sommermonaten zwei Mal in der Woche beim sieben bis zwölf Kilometer langen Waldlauf. Im Winter trainiert er je nach Wetterlage. Die anderen Disziplinen müsse er bei den Sportabzeichenabnahmen als Prüfer immer wieder vormachen, berichtet Hollmann. Dabei trainiert er. Seit den Jahr 2000 nimmt er außerdem an 800- bis 10 000-Meter-Läufen teil. „Ich bin ein Hobbysportler auf hohem Niveau“, sagte Hollmann. „Ich trainiere wie ein Hobbyläufer, fühle mich wie ein Hobbyläufer. Ich fühle mich nicht wie ein Leistungssportler.“

Das 50. Sportabzeichen wird nicht Friedhelm Hollmanns letztes sein: „So lange ich Spaß habe und die Knochen halten, bleibe ich dabei.“

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