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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 11:28 Uhr

Literatur : Historienkrimi mit politischer Note

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Raju Sharma, Bundestagsabgeordneter der Linken aus Eckernförde, stellt in der „LesArt“-Reihe seinen Debüt-Roman „INRI“ vor

von
erstellt am 30.Aug.2013 | 06:00 Uhr

„Inri – die Schatulle von Thorsberg“ heißt der Historienthriller, den der Eckernförder Rechtsanwalt und Bundestagsabgeordnete der Linken, Raja Sharma, am Mittwochabend im Rahmen der „LesArt“-Reihe in der Stadtbücherei vorstellte. Sein Debüt-Krimi ist im Selbstverlag erschienen. In seiner Begrüßung „frotzelte“ Rainer Beuthel nach dem Motto, dann gehöre der schreibende Politiker wohl zu denen, die man im TV nie bei Sitzungen sieht, denn er müsse ja schreiben. Dem setzte Sharma noch eins drauf: Nein, er habe schon zuvor geschrieben – als Beamter. Allgemeine Heiterkeit.

Raju Sharma, Jahrgang 1964, berichtete von seiner Arbeit in der Schleswig-Holsteinischen Staatskanzlei, in der er von 2005 bis 2009 in der Kulturabteilung als Referatsleiter für unter anderem Nationale Minderheiten, Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie Denkmalpflege tätig war.

Von Anfang an herrschte zwischen Autor und Gästen ein überaus lockerer Ton, – es gab viele Fragen von den Zuhörern, die unkompliziert und recht launig beantwortet wurden. Ja, er habe 2005 mit Schreiben begonnen, im Herbst mit fertigem „Plot“ vergeblich einen Verlag gesucht, denn sein Buch sei nicht leicht einem Genre zuzuordnen. Danach habe er Freunde gebeten, seine Testleser zu sein. Raju Sharma: „So weit gut, nur der minderjährige Sohn meines Freundes meinte: ‚Nä, da müssen mehr Tote rein, da muss mehr Blut fließen!‘ – Also hab ich noch ein paar sterben lassen, die sonst noch lebendig wären.“ Schließlich veröffentlichte er sein Buch im Selbstverlag mit zwei Auflagen à 500 Exemplaren.

Der Inhalt des Buches fasst Unterschiedliches zusammen, spielt in Schleswig-Holstein, in Jerusalem, im Vatikan. Eine Holzschatulle mit Goldmünzen – gefunden im Moor von Thorsberg – schafft Unruhe in der Schleswig-Holsteinischen Regierung, man will Klarheit über die Echtheit des Fundes und schickt Vertreter nach Rom. Dabei sind einzelne Charaktere überzeugend herausgearbeitet, man hört und sieht sie fast vor sich – „sieben Hauptfiguren, die nicht alle überlebt haben“. Ob Ministerpräsident, Archäologie-Professor in Gottorf, katholischer Würdenträger in Rom oder Maja in Jerusalem mit dem verrutschten Sprengstoffgürtel in einem Bus – sie ergaben bei der Lesung ein buntes Muster, das sicher so manch einer noch näher ergründen will.

Raju Sharmas Debüt-Krimi liegt bei Liesegang und der Bücherstube am Gänsemarkt für 12 Euro bereit.

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