Orientierung : Hilfe zur Berufswahl

Nathalie Kosma (15) und Melina Meyer (14) üben mit Bäckermeisterin Gundel Halver aus Schinkel, Vollkornteig abzumessen und zu kneten.
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Nathalie Kosma (15) und Melina Meyer (14) üben mit Bäckermeisterin Gundel Halver aus Schinkel, Vollkornteig abzumessen und zu kneten.

Ausbildungsmesse feiert Premiere im Gettorfer KuBiZ

shz.de von
22. Juni 2014, 06:00 Uhr

Informationen werden ausgetauscht, erste Kontakte geknüpft und sogar Praktika vereinbart: Hunderte Schüler und Eltern besuchten gestern die erste Ausbildungsmesse, die die Isarnwohld-Schule in Zusammenarbeit mit dem Handels- und Gewerbeverein, der Aktiv-Region, der Arbeiterwohlfahrt, dem Schulverband und der Gemeinde zur Berufsorientierung für die Vorabschlussklassen im KuBiZ ausrichtete. Über 30 Betriebe aus der Region beteiligten sich mit Infoständen und Workshops.

Schulleiterin Marion Burkhart dankt allen Beteiligten für die Planung und Organisation. „Berufsorientierung gehört zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule“, betonte sie. Initiator und Koordinator Dietrich Meyer-Jessen wirkte zufrieden. „Für uns ist das toll, wenn ich sehe, wie anschaulich hier Ausbildungsberufe vorgestellt werden“, meinte er. „Viele Betriebe haben Lehrlinge dabei, was den Schülern den Zugang erleichtert und Ängste nimmt.“ Auch Matthias Meins, Vorsitzender der Aktiv-Region, war beeindruckt. „Ich sehe es als positiv an, dass es so viele hiesige Betriebe gibt, die sich in ihrer Freizeit hier einbringen.“ Bürgermeister Jürgen Baasch erinnerte sich an seine eigene Ausbildungszeit. „Als ich selbst 1960 als Maurer angefangen bin, hat man nicht die Chance gehabt, die Vielfalt der Berufe kennen zu lernen“, erzählte er. Und Andreas Göttsch, Berufscoach der Awo an der Schule, machte deutlich, wie außerordentlich wichtig er es findet, dass hier Kontakte zwischen Firmen und Schülern hergestellt werden. „Viele Schüler wissen nicht, wie sie Firmen ansprechen sollen, viele Firmen wissen nicht, wie sie an Auszubildende kommen“, sagte er. „Das hier ist eine super Gelegenheit. Ich hoffe, dass wir das regelmäßig machen können.“

Mit Verwaltungsgesetzen auf dem Tisch einladend präsentierte sich die Verwaltung des Amtes Dänischer Wohld. „Wir haben immer eine Vielzahl an Bewerbungen“, teilte Ausbildungsleiterin Ute Schwauna mit, die mit Christina Greve aus dem 3. Lehrjahr und Nele Dreeßen aus dem 1. Lehrjahr die Fragen der Schüler beantwortete. Mittlere Reife wird vorausgesetzt und gute Noten in Deutsch, Mathe, Wirtschaft und Politik. Die Messe finden sie gut. „Allein um Kontakte zu knüpfen“, sagte Ute Schwauna. „Dass man auch mal persönlich sieht, wer sich im Amt verbirgt.“

Die Firma Landtechnik Monreal aus Gettorf sucht dringend gute Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik. „Gute Noten in Mathe und Physik muss man haben“, betonte Geschäftsführer Markus Sager. „Wenn wir nichts unternehmen, dann müssen wir uns auch nicht wundern über den Fachkräftemangel.“ Auch bei den Schülern kommt das Angebot an. „Eine gute Orientierung, was man später machen kann“, fanden Tim Erik Bewarder und Malte Fuchs, beide 13. Am Stand der Kornkraft-Bäckerei aus Schinkel übten Nathalie Kosma (15) und Melina Meyer (14) mit Bäckermeisterin Gundel Halver Vollkornteig zu kneten und die richtige Menge für Brötchen abzuwiegen. „Ich finde die Messe gut“, sagte Melina Meyer. „Wir hatten gedacht, es wird langweilig“, gestand Nathalie Kosma. Aber dass wir hier selber etwas machen können, ist voll interessant.“







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