Gettorf : Hilfe für Retter in Not

In der Halle von Ralph Knöller (l.) können Matthias Hoffmann (v.l.), Jutta Drümmer und Timo Brockstedt vom Gettorfer DRK künftig ihre Bereitschaftsfahrzeuge unterstellen.
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In der Halle von Ralph Knöller (l.) können Matthias Hoffmann (v.l.), Jutta Drümmer und Timo Brockstedt vom Gettorfer DRK künftig ihre Bereitschaftsfahrzeuge unterstellen.

Revensdorfer Elektro-Fachhändler stellt seine Halle dem Gettorfer DRK-Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

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05. Juni 2018, 18:38 Uhr

Gettorf | Zehn Jahre lang diente eine alte Halle auf dem ehemaligen Gelände der Firma Landmaschinen Schröder als Garage für den Fuhrpark des Gettorfer DRK-Bereitschaftsdienstes. Als aber ein Kieler Investor das Grundstück kaufte um hier zukünftig drei große Mehrfamilienhäuser und eine betreute Wohnanlage entstehen zulassen, musste die Halle, genau wie alle anderen Gebäude auf dem Grundstück, weichen. Ein Jahr ist das nun her. „Seitdem sind wir so ein bisschen wie Vagabunden unterwegs“, sagt Bereitschaftsleiter Matthias Hoffmann. Auf der Suche nach geeigneten Unterstellmöglichkeiten für ihren Fuhrpark ist der Bereitschaftsdienst seitdem auf die Hilfe von Hallenbesitzern angewiesen. Denn die finanziellen Mittel, eine eigene Garage zu errichten, fehlen dem Gettorfer DRK, das sich größtenteils aus Spenden finanziert.

Als Helfer sprang dem Bereitschaftsdienst nun Ralph Knöller, Inhaber von Elektro-Service Gettorf in Revensdorf zur Seite. Seit Anfang Juni können die zwei fast 20 Jahre alten Rettungsfahrzeuge und der VW-Bus der Bereitschaft in der Halle seines Fachgeschäftes in der Raiffeisenstraße 28 unterkommen.

Den Kontakt zwischen Halleneigentümer und Bereitschaft hatte Ute Raabe-Bawey, zweite Vorsitzende des Gettorfer DRK, hergestellt. „Dann haben wir einmal miteinander telefoniert und konnten direkt einziehen – ganz unkompliziert“, so Hoffmann. Platz ist in der großen Halle, in der auch die Fahrzeuge des Elektrohandels untergebracht sind, genügend. „Und bevor wir hier einen Wohnwagen oder so etwas unterstellen, greifen wir doch lieber der Bereitschaft unter die Arme“, so Elektrotechnikmeister Knöller.

Vorher waren die drei Fahrzeuge zunächst in einem Ausweichquartier in Altenholz und zuletzt sogar in dem Kuhstall eines Bauernhofes untergebracht. „Wir sind dem Landwirt zwar sehr dankbar, dass er uns seinen Stall zur Verfügung gestellt hat, um die Sauberkeit der Wagen war es dort jedoch nicht so gut bestellt“, so Hoffmann. „Deshalb sind wir sehr froh, nun erstmal eine geeignete Garage für gefunden zu haben“.

Eine endgültige Lösung des Platzproblems ist aber auch die Halle in Revensdorf nicht. „Wenn sich die Firma irgendwann einmal vergrößert, sind wir natürlich die ersten, die Platz machen müssen. Hilfe erhofft sich die Bereitschaft dabei auch von den Gemeinden, denn als einer von lediglich zwei noch im Kreis tätigen Bereitschaftsdiensten (neben dem DRK Rendsburg) übernimmt der Gettorfer Ortsverein Dienste im ganzen Kreisgebiet. Insgesamt rund 50 Sanitätswachdienste übernahmen die zehn Aktiven des Bereitschaftsdienstes dabei im vergangenen Jahr, etwa bei Großveranstaltungen wie dem Gettorf-Lauf oder etlichen Reitturnieren – und das alles ehrenamtlich. „Pro Person kommt man da schon mal gut auf 600 bis 1000 Stunden, die wir neben unser eigentlichen Arbeit leisten“, erklärt Hoffmann. Und das alles ehrenamtlich.

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