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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 05:04 Uhr

Jubiläum : Hier kommen Jung und Alt zusammen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

160 Gäste bei Festball zum 80-jährigen Bestehen der Feuerwehr Altenholz / Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber für Dirk Schröder

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 06:00 Uhr

80 Jahre Freiwillige Feuerwehr Altenholz – das nahmen die Ortswehren Altenholz und Knoop zum Anlass, einen großen Festball im Gemeindezentrum zu veranstalten. Schon seit Anfang September hatte auch der „normale Bürger“ die Gelegenheit, sich eine Karte zu sichern. Das Resultat: Von insgesamt 160 Gästen besuchten nach Einschätzung von Kassenwart Norbert Andrees (56) etwa 50 Nicht-Mitglieder das Fest.

So auch Charlotte Sprengel (51) mit ihrem Lebensgefährten Thomas Gärtner (52), Nachbarn der Familie Gramke aus Friedrichsort. Gemeinsam mit seiner Frau Manuela hatte Georg Gramke als langjähriges Wehrmitglied für sich, seine ebenfalls aktiven Kinder Julia und Dennis sowie deren Lebenspartner und Freunde einen ganzen Tisch mit zehn Plätzen reserviert. „Zum einen wollten wir unsere Nachbarn heute Abend begleiten, um mal wieder richtig zu feiern und zu tanzen. Kiel und Friedrichsort haben da ja nicht ganz so viel zu bieten. Zum anderen hat das für mich viel mit Wertschätzung der Arbeit der Feuerwehr zu tun. Es ist ein gutes Gefühl, die Feuerwehr in der Nähe zu haben“, erklärte Sprengel und ergänzte: „Wir selbst überlegen, passive Mitglieder zu werden.“

Am besten gefallen Georg Gramke an der Freiwilligen Feuerwehr das Sozialleben und der Austausch untereinander. „Mein Vater war auch schon bei der Feuerwehr. Das ist zu einer Familientradition geworden“, so Gramke, der stolz auf die Beteiligung seiner Kinder ist: „Ich habe Julia und Dennis schon als kleine Kinder mit zum Dienst genommen.“ Tochter Julia kann die Meinung des Vaters nur allzu gut teilen: „Es ist toll, wie Jung und Alt bei der Wehr zusammenkommen. Man kann viel von der älteren Generation lernen. Später will ich das Bewusstsein für diese tolle Arbeit auch an meine Kinder weitergeben.“

Gemeindewehrführer Uwe Claußen (60) begann den Abend mit einigen geschichtlichen Ereignissen aus dem Jahr 1934, dem Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Altenholz. Im Anschluss verwies Bürgermeister Carlo Ehrich in einer Rede auf die unermüdlichen Einsätze der beiden Ortswehren Altenholz und Knoop. Im Namen des Kreises bedankte er sich für die Zuverlässigkeit der 86 Frauen und Männer und gab ihnen mit auf den Weg: „Ich möchte, dass sie alle unbeschadet von ihren Einsätzen zurückkehren.“ Und dann – die Überraschung: Von Ehrich aufgefordert, versammelten sich Thomas Lembke, stellvertretender Wehrführer der Ortswehr Altenholz, Gemeindewehrführer Uwe Claußen und sein Stellvertreter Dirk Schröder am Rednerpult. Dann zeichnete der Bürgermeister Schröder mit dem Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber (am Bande) für 25 Jahre aktive Dienstzeit bei der Feuerwehr aus. Die Überraschung war gelungen: „Ich wusste selbst nicht mal, dass ich schon 25 Jahre dabei bin. Ich hab ja nicht mitgezählt“, zeigte sich der 47-Jährige erfreut.

Danach wurden der Bürgermeister, Claußen und Schröder vom DJ aufgefordert, gemeinsam mit ihren Frauen den Tanzabend zu eröffnen. Hits von Helene Fischer, Beatrice Egli und Abba füllten über den Abend verteilt immer wieder die Tanzfläche. Nach einer Stärkung am üppigen Buffet brachte das Sketch-Duo „Die Schleswiger Bagaluten“ um Ingo Harder (54) und Birgit Hamer (49) die Gäste mit mehreren Auftritten zum Lachen. Dirk Schröder ging inzwischen mit einigen Kameraden durch die Menge und verteilte Lose für die Tombola. Insgesamt gab es, ermöglicht durch Spenden, 300 Preise für die Teilnehmer zu gewinnen. Fördermitglied Hans Thomsen aus Postkamp sahnte den begehrten Hauptgewinn ab – einen Reisegutschein im Wert von 2000 Euro. Ebenfalls ganz vorne mit dabei: Manfred Hellriegel aus Mielkendorf. Der Bürger darf sich auf einen Rundflug über Kiel und den Dänischen Wohld freuen.

Uwe Claußen verließ das Fest um halb zwei in der Früh. Sein Fazit: „Die Stimmung war einfach toll. Ich habe eine Menge Gesichter gesehen, die mir noch gar nicht bekannt waren, und bin über die Resonanz der Veranstaltung wirklich positiv überrascht.“ Als um vier Uhr morgens auch die letzten hartnäckigen Gäste das Gemeindezentrum verließen, schloss Wirt Jörg Behrens die Türen. „Um acht muss ich hier wieder auf der Matte stehen.“

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