Blickstedt : "Heute ist ein Tag der Freude"

Schlüsselübergabe: Bürgermeister Klaus Juschkat (M.) übergibt Ortswehrführer Stephan Rehberg (r.) im Beisein des Gemeindewehrführers Axel Fürst symbolisch den Schlüssel für das neue Gerätehaus. Foto: Lauterbach
Schlüsselübergabe: Bürgermeister Klaus Juschkat (M.) übergibt Ortswehrführer Stephan Rehberg (r.) im Beisein des Gemeindewehrführers Axel Fürst symbolisch den Schlüssel für das neue Gerätehaus. Foto: Lauterbach

Freiwillige Feuerwehr Blickstedt weiht neues Gerätehaus ein. Kosten von 300 000 Euro. Viele Arbeiten in Eigenleistung ausgeführt.

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02. April 2013, 08:06 Uhr

Blickstedt | Antreten vor dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Blickstedt: Im Beisein zahlreicher Gäste aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung weihte die Freiwillige Feuerwehr Blickstedt/Wulfshagen am Sonnabend offiziell ihr neues Feuerwehrgerätehaus neben dem Bolzplatz ein. Dankbar und auch ein wenig stolz nahm Ortswehrführer Stephan Rehberg von Bürgermeister Klaus Juschkat den symbolischen Schlüssel für den Neubau entgegen.

Stephan Rehberg dankte dem Bürgermeister und der Gemeindevertretung dafür, dass sie das Haus ermöglicht haben, und seinen Kameraden für die "großartige Unterstützung" beim Bau. "Ich bin nur so stark, wie ihr es seid." Auf 200 Quadratmetern bietet das Gerätehaus nun genügend Platz für das Feuerwehrfahrzeug und getrennte Umkleide- und Sanitärbereiche für Damen und Herren. "Wir wollen uns heute mit euch freuen", richtete Klaus Juschkat das Wort an die Feuerwehrleute. "Ihr übernehmt den Sicherheitsdienst für unsere Bürger. Diese große Verantwortung hat uns mit dazu veranlasst, das Gebäude zu errichten." Viel sei in Eigenleistung erbracht worden. Anders wäre ein Neubau in diesen Dimensionen auch nicht finanzierbar gewesen. Sein besonderer Dank galt Fritz Schlünsen für das Fundament, Hartmut Kliesow für die Elektrik und Ortswehrführer Stephan Rehberg, der die Arbeiten koordiniert hatte. "Heute ist ein Tag der Freude", meinte auch Wolfgang Kerber, der den Bau als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde begleitetet hat. Er blickte kurz zurück. Schon 2010 wurde über den Neubau eines Gerätehauses diskutiert. Ein erster Entwurf fand jedoch wegen zu hoher Kosten keine Zustimmung. Ende März 2012 wurde der Bauantrag für die jetzige Alternative gestellt, im Juli wurde er genehmigt. Nach einem Bodenaustausch konnten die Bauarbeiten im September beginnen. "Die Nerven haben manches Mal blank gelegen", weiß er. Aber Stephan Rehberg habe seine Kameraden motiviert, um das Projekt zu Ende zu bringen. Wolfgang Kerber dankte allen, die mitgeholfen hatten. Auch den Familien im Hintergrund und der Amtsverwaltung. "So sieht gute Zusammenarbeit aus." Mit rund 300 000 Euro kostet das Gebäude 150 000 Euro weniger als im ursprünglichen Entwurf. Kritikern, die fragen "Muss das denn sein?" hielt er entgegen: "Ja, es tut not. Wir als Gemeindevertretung stehen zu unseren Feuerwehren in beiden Ortsteilen. Die Kameraden beweisen täglich, was es bedeutet, ein Ehrenamt zu übernehmen." Für sie heiße Feuerwehr nicht nur retten, löschen, bergen, schützen - sie seien Bestandteile der dörflichen Gemeinschaft und des kulturellen Lebens in der Gemeinde. "Ich wünsche der Feuerwehr viel Freude an ihrem neuen Feuerwehrhaus. Für das, was sie hier geleistet haben, gebührt ihnen Dank und Anerkennung."

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