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Lecker : Heuschrecken und Maden als Snack zu Halloween

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Tierpark Gettorf hat Halloween gefeiert. Unter anderem gab es gebratene Heuschrecken, Mehlwürmer und Grillen zum Probieren. Ansonsten beherrschte Heiter-Gruseliges das Programm.

In verstaubten Spinnweben lauern fette, schwarze Spinnen, Fledermäuse treiben ihr Unwesen, Skelette scheinen aus Gruben zu steigen, aus ausgehöhlten Kürbissen grinsen Gesichter: Fröhlich Schauriges erlebten die Besucher am Sonnabend auf ihrem Rundgang durch den Gettorfer Tierpark. Es ist Halloween.

Zum dritten Mal hatten sich Tierparkbiologin Silke Plagmann und ihr Team allerhand einfallen lassen, um den kleinen und großen Tierparkbesuchern eine gruselige Abwechslung zu bieten. „Das kommt gut an“, weiß sie. „Um diese Jahreszeit kommt man um Halloween einfach nicht herum. Gerade für die Kinder ist das etwas ganz Tolles.“ Dem stark kommerzialisierten Trend aus den USA wollte man dennoch nicht grenzenlos folgen.

Silke Plagmann und ihr Team bieten gebratene Insekten zum Probieren an und zeigen echte Schlangen und Spinnen. „Kinder sind da unvoreingenommener und offen für Neues“, sagt sie. Das sei auch in der Tierwelt so. „Junge Lebewesen probieren gern alles aus, ältere bleiben lieber bei dem, was sie kennen.“ Mutig also, wer die von dem aus dem Totenreich entsprungenen Insektenkoch Klaus Leschkus frisch gebratenen Insekten probiert. Es gibt gebratene Zophobas (Riesenmehlwürmer), afrikanische Wanderheuschrecken und frittierte Grillen.

Annette Kühl aus Neudorf traut sich und beißt in eine Wanderheuschrecke. „Schmeckt lecker“, sagt sie überrascht. „Kross, wie frittiertes Hühnchen.“ In der im Affenhaus eingerichteten Gruselkammer lockt die Sensenfrau, Dirk Stegemann aus Gettorf in die Tastboxen zu greifen. Er ertastet das Gehirn eines Axtmörders (Gelatine), fleischfressende Mördermaden (Mehlwürmer) und Frankensteins Rotz (grüner Haferschleim). „Eklig“, sagen sein siebenjähriger Sohn Florian und die fünfjährige Tochter Lara und verziehen die Gesichter.

In der Tropenhalle zeigt die sechsjährige Leni stolz den Kürbis, den sie mit ihrer Mutter Kirsten Wegner aus Noer ausgehöhlt hat. Den wollen sie abends mit einer Kerze erleuchtet vor ihre Haustür stellen. „Wir kommen öfter in den Tierpark“, erzählt Kirsten Wegner. „Aber heute sind wir nur wegen Halloween da“. Nicht weit davon lassen die Mitglieder des Terrarienkreises Kiel die Besucher ihre Vogelspinnen und Würgeschlangen streicheln. Und als die Dämmerung hereinbricht, empfangen Vampire, Orks und Untote die Besucher auf dem Monsterpfad.

 

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erstellt am 28.Okt.2013 | 06:10 Uhr

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