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Integration : Herzlich willkommen im „Ku’kaff“ Owschlag

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Alle zwei Wochen treffen sich Ausländer und Deutsche im Kultur-Café / Gemeinsames Musizieren besonders beliebt

In Owschlag wohnen mittlerweile viele Menschen, die aus anderen Weltgegenden flüchten mussten. „Das Kultur-Café im Gemeindehaus der Kirchengemeinde ist ein Ort, an dem Informationen ausgetauscht, Ausflüge und Hilfe organisiert werden und sich Flüchtlinge und Alteingesessene begegnen und austauschen können”, sagt Pastor Christian Bingel. Hervorgegangen ist das Kultur-Café, das liebevoll „Ku’Kaff“ genannt wird, aus einer interkulturellen Grillveranstaltung im September, die allen Beteiligten viel Freude gemacht hatte. Seitdem treffen sich im zweiwöchigen Rhythmus freitags von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr Owschlager und Asylbewerber, um gemeinsam Zeit zu verbringen. „Toll, dass es immer mehr werden und so großes Interesse an der Veranstaltung besteht”, freut sich Charlotte Engholm. Das kann Gertraude Kaiser bestätigen: „Am Anfang wussten wir nicht, was uns erwartet und haben sechs Thermoskannen Kaffee vorbereitet. Inzwischen kochen wir zehn Kannen und mehr.” So waren es bei den letzten Treffen jeweils über 50 Besucher, die gemeinsam Kaffee und Tee tranken, spielten, bastelten und musizierten.

Auch Raisan Hameed (25) aus dem Irak ist regelmäßiger Gast im Ku’Kaff und berichtet: „Ich komme ins Café, um meine deutschen Freunde zu treffen. Es ist eine schöne Zeit hier und alle sind freundlich.” Einige der Asylbewerber sprechen schon recht gut deutsch, bei den anderen klappt die Verständigung mit Händen und Füßen. Besonders viel Freude haben alle am gemeinsamen Musizieren. Musik verbindet und ist das tragende Element der Nachmittage. Marit Barth und Birgit Schrader-Wetzel haben stets Musikinstrumente dabei und begleiten die Lieder am Klavier. Es werden deutsche Lieder gesungen, aber auch arabische und albanische. Salam wünschte sich beim letzten Treffen sehr, sein Lieblingslied „Für Elise” mal wieder zu hören. Diesen Wunsch erfüllte Marit Barth zu seiner großen Freude gerne. Es sei etwas ganz anderes, dieses Lied live zu hören als auf dem Handy, befand der junge Syrer begeistert.

Viele Freundschaften sind inzwischen entstanden. Treffen zum internationalen Kochen, gemeinsame Ausflüge und gegenseitige Besuche haben stattgefunden. So haben sich Angela und Gerhard Hackbarth mit Sameer Shek Saed und dessen Söhnen Ahmad und Asaad angefreundet, gemeinsam Weihnachten und Silvester gefeiert und Begleitung bei Behördengängen geleistet. Glücklich berichtet Angela Hackbarth: „Heute morgen hat Sameer erfahren, dass sein Asylantrag bewilligt wurde. Nun kann er seine Frau und die Töchter nachholen. Ist das nicht toll?“  


>Das nächste Treffen des Kulturcafés findet am 29. Januar von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Gemeindehaus statt. Interessierte sind eingeladen.




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