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Herrenhaus Altenholz : Herrenhaus: Keine Einigung in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vorstellung der 4. Änderung des B-Plans des Herrenhauses abgelehnt / Vermischung privater und öffentlicher Interessen

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2017 | 07:21 Uhr

Altenholz | Seit Jahren beschäftigt sich die Gemeinde mit dem Gelände rund um das Herrenhaus. „Hier vermischen sich private und öffentliche Interessen. Es ist schwer da einen Konsens zu finden“, erklärte Bürgermeister Carlo Ehrich. Dass das Herrenhaus auch die Gemüter der Bevölkerung erhitzt, war auf der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses deutlich zu merken. Knapp 40 Besucher wollten über den neuesten Stand informiert werden. Dabei wurde schon in der Fragestunde über das Verfahren diskutiert. Die Einwohner fragten sich, warum man kein Konzept vorlegen könne. „Das soll im Verlauf des Verfahrens erarbeitet werden“, erklärte Ingo Baasch (SPD). Auch wurde durch die Bewohner eine Bürgerumfrage angeregt, die ausloten solle, was sich die Bevölkerung auf dem Grundstück wünscht. „Das wäre denkbar“, sagte Ehrich.

Den neuen Plan der Firma Udo Wagner stellte der Diplom-Ingenieur Guntram Blank vor. Der Plan sieht vor den Reformgarten zwischen Herrenhaus und geplanter Bebauung zu sanieren und unbebaut zu lassen. Auch soll eine Sichtachse zum Herrenhaus entstehen. Zudem sollen sich die Bauten verträglich in die umgebende Bebauung einfügen. „Das Herrenhaus wird die Bebauung weiterhin überragen und seine Dominanz nicht verlieren“, sagte Blank. Geplant seien drei Geschosse, so dass die absolute Höhe bei neun Metern liegen würde. Doch die Höhe wurde von den Vertretern kritisiert. „Wir als CDU-Fraktion finden neun Meter Höhe zu massig“, betonte Dr. Karen Weisheit. Dr. Andreas Piltz (CDU) kritisierte den Planer heftig. „Jedes mal werden die Baukörper gedreht, aber es gibt keine Änderung an den Massen“. Die CDU stellte einen Kompromiss vor. „Wie wäre es mit zwei Vollgeschossen und einem bewohnbaren Dachgeschoss“, sagte Weisheit. Das würde sich besser in die Umgebung einfügen.

Ingo Baasch erklärte, dass die SPD-Fraktion in internen Gesprächen zu dem Schluss gekommen sei, eine Bebauung des Parkes nicht weiter unterstützen zu wollen. Silke Worth-Görtz (Bündnis 90/die Grünen) bezeichnete den vorgestellten Plan als „völlig inakzeptabel“. Die FDP hingegen, könnte sich weiterhin eine Bebauung im Park vorstellen. So auch Renate Haberer (CDU). „Wir können die Bürger nicht alleine lassen“, sagte sie. Haberer wünscht sich dort vor allem barrierefreie Wohnungen für die ältere Bevölkerung. „Diese können wir auch woanders schaffen“, entgegnete Worth-Görtz und erhielt dafür Beifall von den Bürgern. Der Vorgestellte Plan wurde mit einer Fürstimme und sieben Gegenstimmen abgelehnt.

Auch über die geplante Bebauung für das Gebiet nördlich der „Boelkestraße“, östlich der Straße „Stegeltor“, westlich der Straße „Friedrichsruher Weg“ und südlich der „Fördestraße“ wurde gesprochen. Nach der Vorstellung des Planes, der zwei Gebäude mit 17 beziehungsweise zwölf Metern Höhe vorsieht, erklärte Worth-Görtz, dass auch diese Bebauung so nicht gewünscht sei. „Wir haben am 27. Juni 2016 beschlossen, dass wir maximal zwei Vollgeschosse wollen. Das wird hier nicht eingehalten“. Tatsächlich sieht der Plan bei einem Gebäude drei Vollgeschosse vor. Aufgrund der Missachtung des Gemeindewunsches wurde der Plan einstimmig abgelehnt.

Außerdem wurde der Zeitplan für den städtebaulichen Wettbewerb im Ortskern Stift vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen offenen Wettbewerb. Man rechnet mit 20 bis 30 Bewerbern, die ihren Plan vorstellen. In den nächsten Wochen wird nun die Aufgabenbeschreibung für die Planer entworfen und mit der Gemeinde abgestimmt. Bis zum Ende rechnet man mit 35 Wochen Dauer. Es wurde einstimmig beschlossen, sich mit der Aufgabenstellung und dem Preisgericht zu befassen. Das Preisgericht wird am Ende des Wettbewerbes den Sieger küren. Auch wurde über die Aufhebung des Halteverbotes in der Klausdorfer Straße gesprochen. Es wurde einstimmig beschlossen das Halteverbot zeitlich zu begrenzen. Angedacht ist dies in der Zeit zwischen 20 und sechs Uhr. Darüber wird noch abgestimmt.

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