Herr über Raum und Rhythmus

Anna Brunner-Mocka (l.) und Friederike Boissevain mit Arbeiten des japanischen Künstlers Kazuaki Tanahashi.
Anna Brunner-Mocka (l.) und Friederike Boissevain mit Arbeiten des japanischen Künstlers Kazuaki Tanahashi.

Anna Brunner-Mocka, Kazuaki Tanahashi und Friederike Boissevain eröffnen in der Galerie Carlshöhe am Sonntag ihre Ausstellung

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15. Mai 2015, 10:29 Uhr

„Raum – Linie – Rhythmus“ heißt die neue Ausstellung, die am Sonntag, 17. Mai, um 15 Uhr in der Galerie Carlshöhe eröffnet wird und bis zum 9. August zu sehen ist. Die Künstler Anna Brunner-Mocka aus Eckernförde, der japanische Maler und Übersetzer Kazuaki Tanahashi und Illustratorin Dr. Friederike Boissevain stellen ihre Werke aus.

„Die Idee zur Ausstellung kam Anna Brunner Mocka schon vor einiger Zeit“, so Galeristin Marlies Greifenberg. Doch erst jetzt habe es zeitlich auch bei Kalligraphiemeister Kazuaki Tanahashi gepasst. Brunner-Mocka begleitet unter anderem Menschen mit Handicap als Künstlerische Leiterin der Ostseekunst-Werkstatt Eckernförde. „Eigentlich war die Ausstellung als Dreier-Ausstellung geplant“, sagte sie, doch angeregt durch ihre Arbeit strebte sie nach gelebter Inklusion. Fünf Teilnehmer mit Behinderungen zeigen zusammen mit den drei Künstlern ihre Werke.

Das vereinende Element der ausstellenden Künstler ist die Verbindung von Rhythmus, Bewegung und Raum. Für Anna Brunner-Mocka geht es in ihren Werken „eher um den Prozess des Malens“, als um das Werk an sich. Friederike Boissevain nutzt zum Teil Kalligrafie-Pinsel für ihre Werke Sie stellt fest: „Kalligraphie ist etwas sehr Ehrliches.“ Jeder Pinselstrich sage aus, wie er ausgeführt worden sei: müde, schwungvoll, langsam. Die Kombination von Atmen, Bewegung und Rhythmus sei besonders auch für Menschen mit Behinderungen interessant.

Der in den USA lebende Kazuaki Tanahashi ist für seine Kalligrafien und „Ein-Strich-Zeichnungen“ bekannt. Durch den Einsatz von Farbe und anderen Formaten steht er im Gegensatz zur klassischen Kalligraphie. Für den Friedensaktivisten ist seine Kunst auch gleichzeitig soziales Engagement. Allen Künstlern gemeinsam ist der Bezug zum Menschen in beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Am Mittwoch, 20. Mai, um 18 Uhr wird ein Film über das Leben und die Werke von Kazuaki Tanahashi gezeigt. Eine Woche später, am 27. Mai, ebenfalls um 18 Uhr gibt es eine Lesung aus den Gedichten des japanischen Kalligraphiemeisters und Dichters Ryokan sowie Kalligraphiedemonstrationen mit Kazuaki Tanahashi und Friederike Boissevain. Am 3. Juni, 18 Uhr, führt Künstlerin Anna Brunner-Mocka durch die Ausstellung. Dörte Richter und Silke Mielke stellen „Musik- Bild- Raum in Resonanz“ vor. Die abschließende Sonderveranstaltung findet am 22. Juli, um 18 Uhr, statt. Friederike Boissevain zeigt zusammen mit Anna Brunner-Mocka „Sehgewohnheiten – Experimentieren mit Pinsel und Papier“.

> Die Vernissage findet am Sonntag, 17. Mai, um 15 Uhr in der Galerie Carlshöhe, Carlshöhe 78 statt. Umrahmt wird die Eröffnung von Dörte Richter und Silke Mielke unter der Überschrift „In Klingender Resonanz“. Die Galerie Carlshöhe ist mittwochs von 15 bis 18 Uhr, sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.


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