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Eckernförder Zeitung

22. September 2017 | 03:03 Uhr

Herman van Veen, „Suzanne“ und ich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein Chanson – eine Liebesgeschichte

von
erstellt am 03.Apr.2014 | 06:50 Uhr

„Bis hierher und weiter“ hat Herman van Veen eine 1988 aufgenommene CD genannt. Das Lied „Suzanne“ weckt Erinnerungen, denn … ich hatte mal eine Liebe wie ihn, den Mann, der Suzanne liebt – und doch nicht über seinen Schatten springt.

„Suzanne lacht dich an, auf der Bank, die beim Fluss steht, tausend Schiffe ziehen vorbei, und sie zeigt dir, wie ein Kuss geht. Du sagst ihr, sie muss verrückt sein, denn sie fällt aus dem Rahmen, mit dem Übermut der Menschen, deren Kräfte nie erlahmen.“

Ja, diese Suzanne erinnert mich sehr an mich damals …

„Und du willst ihr gerade sagen, ich muss gehen, es ist zu Ende, doch sie hält deine Hände – über deine Lippen kommt kein Wort. Sie will ans andere Ufer, und du möchtest mit ihr mitgehen, zusammen Hand in Hand, sie ist deine große Liebe, aber noch kämpft dein Gefühl mit dem Verstand.“

Genauso hast du Jahre mit dir gekämpft, mit dir und auch mit mir – und gegen unsere Gefühle.

„Wenn sie dich zurücklässt, würde dich das sehr verletzen, doch du lässt die Zeit verstreichen, anstatt Berge zu versetzen. Du weißt wohl, du wirst leiden, doch du kannst dich nicht entscheiden. Und sie fragt dich mit den Augen, über deine Lippen kommt kein Wort…“

Ich weiß nicht, wie lange hält man das durch?

„Suzanne lacht dich an, du hörst ihre Pläne, und du denkst, dass dein Bus geht. Über euch kreisen Möwen, das Licht wird blasser und du spürst, wie es kalt wird. Du starrst auf das Wasser, niemand gibt dir Antwort auf all deine Fragen. Was euch drüben erwartet, kann Suzanne auch nicht sagen, und du siehst, dass sie aufsteht, und du möchtest mit ihr mitgehen, zusammen Hand in Hand, sie ist deine große Liebe – aber über dein Gefühl siegt der Verstand.“

Dieses Lied ist irgendwie meine Geschichte, sieben schöne und aufregende Jahre - ich wollte sie aufschreiben, aber mit dem Text von Thomas Woitkewitsch (nach dem englischen von Leonard Cohen), zärtlich und eindringlich gesungen von Hermann van Veen, ist alles gesagt.


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