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Gut Hohenhain : Herbstzeit in „toller Atmosphäre“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kunsthandwerkermarkt auf Gut Hohenhain bei schönstem Wetter / Besucher und Veranstalter ziehen positives Fazit

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 06:00 Uhr

„Der Herbst ist die melancholischste Jahreszeit“, soll einst der britische Schriftsteller Robert Burton (1577 – 1640) gesagt haben. Von wegen: Von Melancholie war bei der „Herbstzeit“ auf Gut Hohenhain am Wochenende nichts zu spüren. Im Gegenteil – buntes Treiben und beste Stimmung herrschten auf dem Gut. Das konnte Burton aber nicht wissen, denn die Veranstaltung gibt es erst seit zehn Jahren. „Damals haben wir mit zwölf Ständen und rund 600 Besuchern an zwei Tagen angefangen“, sagte Gutsherr Burkhard von Langendorff. Im Laufe der Jahre hatte es sich stets erweitert, die Rekordbesucherzahl lag bei über 6000. In diesem Jahr rechnete von Langendorff mit 2500 bis 3000 Gästen. Veranstalter Yves Morel aus Kiel zeigte sich am Sonnabendnachmittag schon vollauf zufrieden.

„Es ist ein Superwetter, und die Besucher sind zufrieden“, freute sich Morel, der zudem die familiäre Atmosphäre auf Gut Hohenhain hervorhob. Bei den Ausstellern hatte er besonderen Wert darauf gelegt, dass es nur Kunsthandwerker und Selbstvermarkter sind. Waren es in der Vergangenheit schon einmal 120 Anbieter hat man die Zahl auf 75 reduziert, damit es nicht zu eng und überfüllt wirkt. Händler mit reiner Handelsware suchte man so auch vergeblich – nur Aussteller, die ihre Waren selbst herstellen, waren vertreten, was bei den Besuchern ankam. So auch bei Ursula Jess (62) und Ilse Büxenstein (59) aus Kiel, bei denen angesichts der Fadenspiele bei Jörg Zastrow von der Gruppe Aboinudi Jugenderinnerungen geweckt wurden. „Es ist eine wunderbare Atmosphäre und toll organisiert. Buntes Publikum, bunt gemischtes Angebot und es macht Spaß zu gucken, was sich die Leute alles einfallen lassen“, waren sich beide einig. Auch die Parkplatzsituation lobte Ilse Büxenstein. Denn erstmals war die Eckernförder Straße zur Einbahnstraße deklariert worden, so dass auf einer der Fahrbahnen schräg geparkt werden konnte, zusätzlich gab es Parkmöglichkeiten auf den Koppeln. Diesbezüglich lobte Yves Morel ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt Dänischenhagen. Die Besucher konnten sich so ohne große Parkplatzsuche auf dem Gelände und im Kuhhaus, der Scheune und der alten Schmiede nach Accessoires für Haus und Garten, Pflanzen, Kunsthandwerk, Schmuck, Bernstein – den man auch selber schleifen konnte – und vielem anderen umsehen. Und wer etwas kaufte, brauchte sich nicht damit abschleppen: ein Golfcart vom Golfclub Uhlenhorst brachte es an eine Sammelstelle, wo es später mit dem Auto abgeholt werden konnte. Kulinarisch war von Bratwurst und Pommes über Crêpes bis hin zu Lachsfrikadellen alles vertreten. Natürlich auch die berühmten Kuchen und Torten vom Gut Hohenhain – alleine 38 davon wurden nachts zuvor für den Samstag hergestellt. Und das Urstrom Bier, dessen Braugerste vom Gut stammt, ging weg wie „warme Semmeln“.

Für die jüngsten Besucher war der Gettorfer Streichelzoo genauso vor Ort wie Hüpfburgen, Rutsche und Kinderschminken, das Tannenlabyrinth lud zum „verlaufen“ ein, und von Peter Bartelsen aus Handewitt konnte man sich per Pferdewagen übers Gelände und an der Ostsee vorbei kutschieren lassen. Und wem trotz der fast sommerlichen Temperaturen nach Aufwärmen zumute war, der konnte das im 37 Grad warmen Wasser eines der Pools tun, die Bodo Fromm aus Krusendorf baut – Fromms Sohn Jesse (12) machte es vor, und fand das Wasser „angenehm warm“.

Engagierte Aussteller mit einem bunten Angebot, kulinarisch für jeden was dabei, ein vielfältiges Rahmenprogramm, bei dem auch die Musik nicht zu kurz kam – kurzum: Ein Herbstmarkt samt Familienerlebnis, der ohne übertriebenen Kommerz keine Wünsche offen ließ und für jeden etwas bot. Das bestätigte auch das Altenholzer FDP-Urgestein Jens Ruge, der mit seiner Ehefrau nach Hohenhain gekommen war. „Immer wieder eine tolle Atmosphäre hier“, brachte er es – wie immer bester Laune – auf den Punkt. Von wegen Melancholie.

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